Mijo Tunjic zog sich einen Bänderriss zu und fällt mehrere Wochen aus. Archiv bro

Augenthaler gehen die Stürmer aus

Unterhaching - Vor dem Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena herrscht bei der SpVgg Unterhaching Stürmer-Notstand. Dennoch will man unbedingt die ernüchternde 0:3-Niederlage von Braunschweig geradebiegen.

Unterhaching - Zum dauerverletzten Gardar Gunnlaugsson kam in dieser Woche Mijo Tunjic hinzu. Der 22-jährige Angreifer, mit fünf Treffern erfolgreichster Torjäger der SpVgg, zog sich im Training einen Bänderriss im Sprunggelenk zu und fällt mehrere Wochen aus. Damit steht Trainer Klaus Augenthaler für die Partie gegen Jena am Samstag (14 Uhr) in Marc Nygaard nur noch ein gesunder Angreifer zur Verfügung. „Das ist nicht optimal, aber das kennen wir aus der Vorbereitung“, sagte Augenthaler gestern. Fürs Training wurde der 18 Jahre alte Valonis Kadrijaj von den A-Junioren zu den Profis befördert.

Weil auch Abwehrspieler Michael Vitzthum mit Bänderriss und wieder einmal Nahuel Fioretto mit Muskelfaserriss auf der Absenzenliste stehen, werden die Alternativen für Augenthaler weniger.

Gerade in einer Zeit, in der der Coach genau beobachten will, wer für die SpVgg „sein Herzblut gibt“ - und wer nicht. Von letzteren Spielern will man sich im Winter trennen, kündigte er an. „Unser Kader ist zu groß“, so Augenthaler, „und ich denke, es macht keinen Spieler glücklich, nur auf der Tribüne zu sitzen.“

Vorerst stehen aber noch interessante Aufgaben bevor. Zum Beispiel das Heimspiel gegen Jena mit Hachings Ex-Trainer Wolfgang Frank. „Da werden wir eine massive Abwehr knacken müssen“, mutmaßt Augenthaler, „das wird eventuell ein Geduldsspiel.“ Für die Spieler zudem die Chance auf Wiedergutmachung für die Pleite vor einer Woche, als die Leistung nach einigen guten Auftritten wieder einmal schwach war. „Ich hoffe mal, wir können das unter der Rubrik Ausrutscher abhaken“, sagt Kapitän Torben Hoffmann.

90 Minuten lang führte Augenthaler seiner Mannschaft das Grusel-Video der Partie in Braunschweig noch einmal vor. „Sicher eine ganz gute Sache, alle Dinge, die wir falsch gemacht haben, noch einmal vorgeführt zu bekommen“, so Routinier Hoffmann. Aber auch eine „schmerzhafte“, die sich nicht wiederholen muss. „Wir arbeiten dran, mal ein schönes Video zu sehen. Was wir in Braunschweig verbockt haben, wissen wir. Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen Jena eine andere Mannschaft sehen werden.“

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