Stark renovierungsbedürftig: Aus dem Gesindehaus an der Münchner Straße, ältestes Gebäude der Stadt, wird ein Wirtshaus mit Biergarten. Foto: Förtsch

Augustiner übernimmt altes Gesindehaus: Wirtshaus mit Biergarten im Herzen der Stadt

Garching - Das Garchinger Gesindehaus steht nun doch vor einer baldigen Sanierung. Die Augustiner-Stiftung aus München will sich des ältesten Stadt-Hauses annehmen und daraus ein Wirthaus machen, samt Biergarten auf der Wiese daneben.

Bei ihrem Diskussionsabend „Freinacht“ berichtete die SPD-Stadtratsfraktion von diesen konkreten Plänen und machte deutlich, dem Kompromiss zustimmen zu wollen. Vorsitzender Dietmar Gruchmann erklärte dennoch, dass er es bedauert, dass in dem historischen Gemäuer im Herzen der Stadt nicht ein „Haus der Vereine“ geschafen werden konnte: „Das Geld war schon in den Haushalt eingestellt, doch die Maßnahme wurde trotz unserer Anmahnungen nicht umgesetzt.“ Nun sei das Geld für ein Haus der Vereine aufgrund der immer teurer werdenden Millionenprojekte Gymnasium und Geothermie - „Man hat sich verspekuliert!“ - auf Jahre hinaus nicht mehr vorhanden.

Fraktionssprecher Joachim Krause berichtete, dass die Stadt bei der Vorbereitung des Nutzungsmodells von Augustiner eine Sicherheit bekommen habe: Falls der Gasthausbetrieb wieder aufgegeben werde, kann die Stadt das Gesindehaus zurückkaufen. „Das Haus darf kein Spekulationsobjekt werden“, sagte Krause. Die Augustinerbrauerei sei aber sehr überzeugt von dem Projekt. Joachim Krause sprach von einem Höhepunkt für die Stadt ohne finanzielle Verpflichtungen. Zudem gebe es Beispiele in München, dass die Stiftung der Traditionsbrauerei solche Sanierungen historischer Gebäude mit viel Fingerspitzengefühl angehe.

Krause sieht auch keine Probleme mit dem neuen Biergarten, der nicht weit vom Neuwirt liegt und gegenüber einem griechischen Restaurant mit Biergarten. In der neuen Wirtschaft seien später wohl „so viele Münchner, dass für Garchinger kaum noch Platz ist“. Dietmar Gruchmann ergänzte, dass in dem Gasthaus, für das eine Mehrheit im Stadtrat als absolut sicher gilt, die Stadt einen eigenen Raum bekommen werde. nb

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