Ausbau der A92: Schleißheimer hoffen auf Lärmschutz

Oberschleißheim - Im Zuge des sechspurigen Ausbaus der A 92 zwischen Feldmoching un dem Autobahn-Kreuz Neufahrn soll die Anschlussstelle Oberschleißheim ausgebaut, die Autobahnbrücke erweitert werden.

Dem Oberschleißheimer Gemeinderat liegt jetzt der Planentwurf der Autobahndirektion vor. Allzu große Hoffnungen auf einen baldigen Baubeginn und die Umsetzung des gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutzes freilich wären übereilt. Vor 2015 ist sicher nicht Baubginn. Der Planungsreferent der Autobahndirektion, Stefan Dürr, wäre schon zufrieden, wenn die Maßnahme vor Ablauf von zehn Jahren abgeschlossen wäre: „Die Kosten sind immens.“ Weder zur Bauzeit noch zu den Kosten konnte Dürr genauere Daten liefern.

Mit dem Ende des Transrapid schien 2008 auch der für 2009 vorgesehene Autobahnausbau begraben. Bis zu neuen Prognosen zur Verkehrsentwicklung: Von derzeit 57 000 Fahrzeugen pro Tag zwischen den Anschlussstellen Ober- und Unterschleißheim soll sich die Frequenz bis 2025 auf 83 000 Fahrzeuge erhöhen.

Dabei übersteigt die Belastung vor allem durch Lärm gerade bei Westwind schon jetzt Werte, die dem Wohlbefinden vieler Oberschleißheimer zuträglich wären. Wer nun meint, dass der Ausbau der A 92 unter diesen Vorzeichen auf Protest stoßen müsste, liegt falsch. Im Gegenteil: Da der Gesetzgeber die Autobahndirektion bei Umbauten verpflichtet, Lärmschutz zu verstärken, scheint der sechsspurige Ausbau sowohl von den Bewohnern besonders der westlichen Ortsteile als auch von der Gemeinde heiß erwartet. Wie berichtet, verpflichtete sich die Gemeinde unlängst, amtlichen Lärmschutz zu ergänzen. Auf die in Richtung Oberschleißheim vorgesehenen, fünf Meter hohen Wälle, will das Rathaus Lärmschutzwände setzen. Badersfeld soll mit zehn Meter hohen Wällen von der A 92 abgeschirmt werden.

Die Autobahndirektion geht zwar davon aus, die vorgegebenen Werte von 49 Dezibel in der Nacht und 59 Dezibel am Tag einzuhalten. Lediglich bei Inhauser Moos ist das Schutzziel für die Nacht laut Planungsreferent Dürr nicht garantiert. In Oberschleißheim geht man trotz fünf beziehungsweise zehn Meter hohen Wällen dennoch lieber auf Nummer sicher und rüstet bei Bedarf nach. Dürr versicherte, dass „zusätzlicher, über die Norm hinaus gehender Lärmschutz“ durch aufgepfropfte Wände möglich sei. Die Autobahnausfahrt soll „bestandsnah“ ausgebaut werden. In beide Fahrtrichtungen sind zwei Fahrstreifen vorgesehen. Gegen die endlosen Feierabendstaus sind auf der Brücke bis zu vier Abbiegespuren geplant. Das Bauwerk wird deshalb abgerissen und mit breiterer Fahrspur wieder aufgebaut. an

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