Ausbeute wie ein Aufstiegskandidat

- Unterhaching - Man vernimmt es im Sportpark zwar gerne, mag es aber eigentlich gar nicht hören. Es gibt nur noch eine Richtung bei der SpVgg Unterhaching - nach oben. Seit dem 0:2 bei Energie Cottbus am 16. Oktober, damals der vierten Niederlage in Folge und dem endgültigen Sturz in die Krise, ist plötzlich alles anders. Seitdem gab es nur noch drei Niederlagen gegen die Spitzenteams Bochum, Rostock und Aachen, eine satte Ausbeute von 26 Punkten aus 13 Partien und nun in Aue den dritten Auswärtssieg. Das bedeutet Platz neun in der Zweiten Liga, die beste Saisonplatzierung, erstmals in der oberen Tabellenhälfte. "Eine ähnliche Ausbeute wie wir haben eigentlich nur die Aufstiegskandidaten", musste Trainer Harry Deutinger gestern gestehen.<BR>

Diesen Schnitt von zwei Punkten pro Spiel rechnete er auch seiner Mannschaft gestern vor. Allerdings wieder einmal unter der Überschrift: Nur nicht blenden lassen. "Ich habe im Fußball schon alles mögliche erlebt", mahnt Deutinger weiter vor Träumereien von oberen Tabellenregionen, "die Spiele waren alle eng und die Ergebnisse knapp. Ich weiß, dass sich meine Mannschaft unheimlich stabilisiert hat, aber wir denken von Spiel zu Spiel, 40 Punkte gegen den Abstieg bleiben unser Ziel."<P>Man mag langsam darüber lächeln. Denn zur magischen Grenze im Kampf um den Klassenerhalt fehlen seit Sonntag nur noch neun Punkte. Das sind drei Siege - bei zwölf ausstehenden Spielen wirklich keine unlösbare Aufgabe. "Es schaut gut aus", sagt Deutinger zwar, "aber es ist alles möglich. Keiner darf sich zurücklehnen, wir haben schon erlebt, wie schnell man eine Negativserie hat."<P>Schlechter werden die Vorzeichen aber nicht, eher besser. Die jüngsten Erfolge gelangen mit einer Rumpf-Mannschaft, zudem hat die SpVgg jetzt drei Heimspiele in den kommenden vier Wochen. "Da sind starke Gegner dabei, da kannst du auch alles verlieren", stapelt Deutinger tief - aber dann muss er doch zugeben: "Der Vorteil liegt jetzt bei uns."Christian Amberg<P>

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