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Die Bewohner müssen sich noch ein paar Wochen gedulden, bis sie wieder im Seniorenzentrum einziehen können. 

Ausnahmesituation „schweißt zusammen“

Schimmelbefall im Seniorenheim

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Die wegen eines Wasserschadens ausquartierten Bewohner des Seniorenwohnzentrums Stumpfwiese werden sich noch ein paar Wochen gedulden müssen, ehe sie nach Unterhaching zurückkehren können.

Unterhaching – Wie Peter Neuner, Geschäftsführer der Bayernstift GmbH, die das Seniorenwohnzentrum an der Walter-Paetzmann-Straße betreibt, auf Nachfrage mitteilt, seien die vom Wasserschaden betroffenen Räume mittlerweile trocken gelegt. „Es hat sich aber leider herausgestellt, dass sich im Flur des Erdgeschosses auf einer Fläche von rund 40 Quadratmetern unter dem Estrich Schimmel gebildet hat.“

Der Estrich samt Schimmel müsse nun von einer Spezialfirma entsorgt werden. Neuner geht davon aus, dass die Schimmelbekämpfung und die Wiederinstandsetzung des Bodens zwischen zwei und vier Wochen dauern können. Zudem will er noch einmal genau überprüfen lassen, ob danach auch wirklich alle Schäden im Gebäude beseitigt sind und die Heimbewohner guten Gewissens wieder zurück in ihre Zimmer können. Gerade den Schimmel müsste man früh und rigoros bekämpfen, „bevor er sich festsetzt“. Und eine Gesundheitsgefährdung der Heimbewohner wolle man auf keinen Fall riskieren, betont Neuner.

Wie berichtet, hatte sich nach einem Heizungsausfall im November herausgestellt, dass aufgrund eines undichten Ventils unbemerkt rund 5000 Liter Heizungswasser ausgelaufen sind und sich im ersten Stock des Gebäudes und im Erdgeschoss unter dem Estrich ansammelten. Aufgrund der notwendigen umfangreichen Trockenlegungsmaßnahmen mussten 18 Bewohner des Seniorenwohnzentrums, in dem es insgesamt 89 Pflegeplätze und 24 Seniorenwohnungen gibt, von heute auf morgen in andere Einrichtungen verlegt werden.

Die meisten der Betroffenen kamen in einem Seniorenstift in Nürnberg unter, das ebenfalls von Bayernstift betrieben wird. Auch mehrere Mitarbeiter zogen mit nach Franken, damit die Heimbewohner vertraute Pflegekräfte um sich haben.

Neuner hatte anfangs gehofft, die Bewohner und Mitarbeiter könnten bis Ende Januar wieder nach Unterhaching zurück. Doch vergangene Woche wurde das Ergebnis der vor einiger Zeit durchgeführten Untersuchung auf Schimmelbefall zugeschickt. Und jetzt ist klar, dass die Betroffenen noch einige Zeit in den Ersatzquartieren bleiben müssen. Sie hätten es sehr gelassen aufgenommen, sagt der Bayernstift-Geschäftsführer. Die Stimmung bei den in Franken Ausgelagerten sei erstaunlich gut und habe die Beziehung zwischen Heimbewohnern und Pflegern gestärkt: „So eine Ausnahmesituation schweißt eben zusammen.“

Wie hoch die durch den Wasserschaden verursachten Wiederherstellungskosten sind, weiß Neuner übrigens noch nicht. Die Bayernstift GmbH ist nur Mieter in dem Gebäude auf der Stumpfwiese. Der Sachschaden für sein Unternehmen werde sich aber in Grenzen halten, sagt er. Denn einen Großteil der Kosten werde die Betriebsunterbrechungsversicherung übernehmen, die man vorsorglich für solche Unglücksfälle abgeschlossen hat. Stefan Weinzierl

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