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Vor dem Kallmann-Museum: (v.l.) Bürgermeister Alexander Greulich, Christine Heinz, Gisela Hesse, Altbürgermeister Michael Sedlmair, Birgit Bayer und Rasmus Kleine.

Im Schlossmuseum

Ausstellung "Made in Ismaning"

Ismaning – Die Gemeinde Ismaning hat in ihrem schmucken Schlosspark eine außergewöhnliche Museumsmeile. Mit spannendem Proramm. Etwa eine Ausstellung über die Anfänge der Ismaninger Wirtschaft:

„Made in Ismaning“ heißt es von 24. Februar bis 26. Juni im Schlossmuseum, und zu Beginn wird auch das gleichnamige Buch von Anita Kuisle vorgestellt. Bei der Recherche für das Thema fand die Technik-Historikerin einige bislang unbekannte Bilder, die beispielsweise Einblicke geben in die ehemalige Papierfabrik. Diese war 1859 das erste im Ort angesiedelte Unternehmen.

Ismaninger Spurensuche

„Ismaninger Spurensuche“ heißt die Ausstellung von Joachim Jung (2. Juli bis 28. August), und zum Jahresende (11. September bis 29. Januar 2017) widmet sich „Inszenierung der Antike“ der Dekoration in den Ismaninger Schlosssälen.

Gelebte Ortsgeschichte ist auch die alte Säge an der Seidlmühle, die künftig alle dritten Klassen der Ismaninger Schulen besichtigen werden. Beim Thema Energiegewinnung der dritten Jahrgangsstufe in der Grundschule passt dieser Besuch auch sehr gut zum Lehrplan. „Es ist eine tolle Geschichte, die Historie Ismanings über den Unterricht und die Kinder in unsere Familien hinein zu tragen“, sagte Bürgermeister Alexander Greulich.

Konzerte im Kallmann

Er freute sich auch darüber, dass im Kallmann-Museum ältere Schüler nach Besuchen mit der Klasse Referate halten und die Besten am Ende eigene Führungen durch das Haus geben. Das Kallmann-Museum widmet sich heuer mit zwei Ausstellungen japanischen Landschaften (20. Februar bis 17. April) und „entarteter Kunst“ (1. Mai bis 11. September). Aus der Sammlung von Gerhard Schneider werden Werke von Künstlern gezeigt, die von den Nazis verfolgt wurden.

"Entartete" Kunst

Die Ausstellung passt perfekt zum Haus, weil auch Namensgeber Hans-Jürgen Kallmann einer von rund 1600 Künstlern war, die als „entartet“ aus dem öffentlichen Kunstgeschehen ausgeschlossen wurden. Eine Neuerung gibt es heuer bei den neun Konzerten, die nicht mehr wie in den vergangenen 20 Jahren „Jazz im Museum“ heißen, sondern „Konzerte im Kallmann“. Museumsdirektor Rasmus Kleine erklärte, dass Jazz nicht weitreichend genug sei als Oberbegriff.

Abgerundet werden die Angebote von der Galerie im Schlosspavillon, die bei sechs Ausstellungen eine spannende Mischung aus Malerei und Skulpturen präsentieren wird. Von 15. April bis 22. Mai sollen auch größere Skulptur des ungewöhnlichen Künstlers Christian Chuber im Schlosspark zu sehen sein. Der Park ist heuer nicht Schauplatz des Kulturfestivals, das alle zwei Jahre stattfindet. Dafür plant das Bauerntheater eine Freiluftaufführung im Park. Nico Bauer

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