Der Meister und seine Schüler: Wolfgang Dietrich (Fünfter v.l.) und (v.l.) Johanna Pfeifer, Yvonne Taprogge-Grabellus, Sigrid Pickl-Pfeffer, Horst Schuardt, Günter Haag, Christine Heigl, Ulrich Unselt, Hilde Pirzer, Alfred Pfeuffer und Franca Faccini. Foto: sab

Ausstellung: Der "Meister" verabschiedet sich

Haar - Angefangen hat es mit elementaren Motiven: Himmel, Wasser und Landschaften. Es folgte das Kennenlernen von Farben und wie sie sich mischen lassen. Und nach und nach entwicklten sich die Laien mit der Lust am Malen zu hochmotivierten Künstlern, deren Arbeiten jetzt in einer Ausstellung zu sehen sind: Die Schüler der Volkshochschule Haar sind als „Best of 2015" im Gesundheitszentrum zu sehen.

Sie malen Blumen, Landschaften, Häuser, Portraits, meist in Aquarell und in Mischtechniken. Die Teilnehmer des Kurses von Wolfgang Dietrich haben es allesamt zu hohen Fertigkeiten gebracht. In der Ausstellung „Best of 2015“ zeigen sie bis Ende Februar ihre besten Werke.

Der über die Grenzen Münchens hinaus bekannte Künstler Dietrich gibt an der Volkshochschule Kurse für Aquarellmalerei und Radiertechnik. Seine Schüler nennen ihn liebevoll und auch voller Wertschätzung „Meister“. „Er ist streng und milde zugleich, je nachdem wie es nötig ist“, lobt der Geschäftsführer der Volkshochschule, Alfred Pfeuffer, der beeindruckt ist ob der Zauberkraft der Bilder und des hohen Niveaus. Seit 32 Jahren lehrt Dietrich an der Volkshochschule, über 35 Ausstellungen hat er initiiert und organisiert.

„In den ersten Jahren haben wir die Bilder noch einfach an die Wand genagelt, die Ausstellungen dauerten bis spät in die Nacht. Bis eben nichts mehr zu trinken da war“, sagt der gebürtige Berliner und lacht. Mit den „Best of 2015“ beschließt der 80-Jährige seine Arbeit an der Volkshochschule. Er sagt: „Die Natur verlangt ihr Recht.“ Kurse wird er keine mehr geben, nur noch „kommissarisch“ bis Juni zur Verfügung stehen.

Seinen beiden Schülern, Günter Haar und Ulrich Unselt, die den ersten Pinselstrich bei Dietrich lernten, geht der Abschied ans Herz. „Er hat uns immer viel Freiheit gelassen, vor allem bei der Auswahl der Motive. Aber gefordert hat er immer viel“, sagt Haag. Dietrich habe sich stets um jeden einzelnen Schüler, um jedes Bild gekümmert. Die Kursteilnehmer sind sich einig: „Er hat uns zusammengebracht.“ Nicht nur im Malkurs, sondern auch beim gemeinsamen Umtrunk danach und beim Debattieren über die Kunst, Politik und Gott und die Welt. „Aus is und gar is. Und schad is, dass wahr is. Ein Prosit auf unseren Meister“, verabschiedete ihn Haag.

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