KATWARN löst für ganz Nürnberg aus - deutliche Warnung - Rauchsäule über Stadt

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Zwischen Ankunft und Aufbruch: Gabrielle Massonne-Tabet hat Platz genommen zwischen zwei ihrer Arbeiten. Das Bild links nennt sie „going home“, das rechts „trans sib“. Foto: Brouczek

Ausstellung in Ottobrunn: Zivilisationsreste zur Blauen Stunde

Ottobrunn - Nach Künstlern aus Finnland, Österreich oder Belgien zeigt die Galerie „Arja Decker & Veerle Marissen" nun Werke einer Hohenbrunner Künstlerin. „Wir freuen uns, dass wir diesmal ganz in der Nähe fündig geworden sind", sagen die Galeristinnen Decker und Marissen.

Die Malerin, die vor kurzem 60 Jahre alt geworden ist, zeigt Werke aus den vergangenen zehn Jahren - in erster Linie Landschaften, konkret und abstrakt. Eine zentrale Rolle spielen die „Lichttore“, Werke, die im Anschluss an ein Land-Art-Projekt in Österreich im Jahr 2004 entstanden sind. Inspiration bot damals eine große zwei mal drei Meter Aluminium-Platte, die eine der Künstlerinnen mitgebracht hatte. „Sie hatte die Idee, die Platte, bevor sie etwas mit ihr macht, frühmorgens in einen Bergsee zu tauchen“, erzählt Massonne-Tabet. Das Licht der aufgehenden Sonne reflektierte auf der Platte, ebenso das Wasser und die Landschaft - ein ganz besonderes Schauspiel in der freien Natur.

Jede Künstlerin hat dieses Erlebnis individuell umgesetzt, und die Hohenbrunnerin hat die beeindruckenden „Lichttore“ geschaffen. 23 sind in den vergangenen Jahren entstanden, zehn davon sind in der Ausstellung zu sehen. Ihre Landschaften sind klar und nicht zu überladen, sie strahlen eine enorme Ruhe aus. Auffällig ist ein horizontaler Bildaufbau. „Der Horizont ist mir wichtig“, sagt die Malerin. Wichtig ist ihr aber auch, dass ihre Landschaften nicht zu romantisch oder gar zu lieblich werden. Deswegen findet sich in ihren Bildern ein Bruch - „Zivilisationsreste“ wie eine verlassene Hütte, eine Bahnlinie, ein leeres Fußballtor. Als Kontrast zur horizontalen Linie setzt sie immer eine vertikale ein. Die Künstlerin malt abstrakt und gegenständlich, „das bedingt sich gegenseitig“. Keiner Stilrichtung gibt sie Vorgang. Beim gegenständlichen Malen arbeitet sie sehr exakt, achtet auf jedes Detail. „Wenn ich das ein paar Mal gemacht habe, bin ich froh, wieder freier arbeiten zu können.“

Gabrielle Massonne-Tabet hatte schon sehr früh ein Faible für die Malerei. „Schon als Kind habe ich verstanden, dass Wände in erster Linie dazu da sind, mit Bildern und Büchern gefüllt zu werden“, erzählt sie. Diese Erkenntnis hat ihr Leben geprägt, Literatur und Kunst haben sie seither begleitet. Sie hat schon immer gemalt, früher meist mit Ölfarben, seit 1985 Aquarelle und später auch mit Acrylfarben. Das Experimentieren mit unterschiedlichen Stilrichtungen ist ihr wichtig. Die Malerin hat bereits an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Sie war eine der ersten Mieterinnen in den Ateliers im Obergeschoss im „Lebensraum Kunst“. Seit einigen Jahren, die drei Töchter sind erwachsen, arbeitet sie in ihrem Haus in Hohenbrunn.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist bis 19. Oktober zu sehen und jeweils dienstags bis freitags von 14 Uhr bis 18 Uhr, samstags von 10 Uhr bis 14 Uhr sowie am Sonntag, 5. Oktober, von 13 Uhr bis 18 Uhr . Am Sonntag, 19. Oktober, findet von 13 Uhr bis 18 Uhr eine Finissage statt. Im Rahmenprogramm zu dieser Ausstellung gibt es jetzt am Sonntag, 28. September, um 19 Uhr, ein Konzert mit dem finnischen Duo Kaisa Koivula-Ojala (Klarinette und Bassklarinette) und Jukka Ojala (Akkordeon).

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