Künftig Tempo 30

Aying bremst Autofahrer vor dem Kindergarten

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Aying – Im Bereich des Kindergartens an der Kaltenbrunner Straße in Aying gilt künftig eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 Stundenkilometer. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Nach längerer Debatte.

Die Polizei hatte vorgeschlagen, in der Kaltenbrunner Straße im Bereich des Kindergartens nur noch Tempo 30 zuzulassen. Begründet wurde diese Empfehlung damit, dass es im Abschnitt zwischen Moosweg und Ortsschild keinen Gehweg gibt und die Straßenbereite reduziert sei. Hier ließe sich Tempo 30 rechtfertigen, meinte auch der Verkehrsausschuss, um mehr Sicherheit zu gewährleisten.

Zunächst Bedenken

Franz Inselkammer (CSU) hatte zunächst Bedenken: „Wollt ihr denn überall jetzt Tempo 30?“, fragte er seine Gemeinderatskollegen. Die Grünen bejahten diese Frage prompt. Innerorts sei dies durchaus wünschenswert, erklärten Christine Squarra und Andreas Wolf. 

Weg mit der Insel

Vizebürgermeister Josef Bachmair (FWGA) merkte an, dass aufgrund der abschüssigen Straße auch Radfahrer ihr Tempo reduzieren müssten. Seiner Meinung nach könnte auch die künstliche Insel weg, die im Straßenbereich das Tempo reduzieren soll. Diese ärgere sowieso nur die Landwirte, sagte Werner Fauth (FWGA).

Mehr Parkplätze

Die ganze Debatte brachte Bürgermeister Hans Eichler (PWH) ein wenig auf die Palme. Er betonte, dass der Ausschuss die Empfehlung der Polizei aus der Sicht der Kinder betrachtet habe. Hier sei nun einmal ein Kindergarten. Da müsse auf die Kleinen entsprechend geachtet werden. Fauth hob nochmals an und erinnerte daran, dass der Kindergarten anfangs für weniger Kinder gedacht gewesen sei. Zu spüren an den Parkplätzen, die zu Bring- und Hol-Zeiten sehr voll seien. Das Ein- und Ausparken bezeichnete Fauth als „konfus“. Das ließe sich vielleicht lösen, „wenn vom Garten etwas weggezwickt wird“, um auf diesem Teil weitere Parkflächen zu bauen. 

Andreas Wolf gefiel dieser Vorschlag gar nicht: „Mehr Angebot erzeugt mehr Nachfrage.“ Viele Eltern könnten ihre Kinder auch zu Fuß oder mit dem Rad zum Kindergarten bringen und somit auf diese Autofahrten verzichten. Bürgermeister Eichler schloss ab, dass der Einwurf von Fauth nochmals geprüft werden müsste. Dann beschlossen letztlich alle das Tempolimit am Kindergarten.

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