Eine Halbe zum Fest: Aufs Jubiläum stoßen (v.l.) Jakob Widmann junior, Kaspar Riedl, Josef Sedlmaier, Franz Inselkammer junior und senior, Lambert Schuster, Georg Seitz und Jakob Widmann senior an. 
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Eine Halbe zum Fest: Aufs Jubiläum stoßen (v.l.) Jakob Widmann junior, Kaspar Riedl, Josef Sedlmaier, Franz Inselkammer junior und senior, Lambert Schuster, Georg Seitz und Jakob Widmann senior an. 
Die alte Brauerei steht noch heute.
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Die alte Brauerei steht noch heute.
Fescher Fahrer: Einer der Auslieferer der Brauerei in den 1960ern.
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Fescher Fahrer: Einer der Auslieferer der Brauerei in den 1960ern.
Abgefüllt werden die Flaschen in der Füllerei.
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Abgefüllt werden die Flaschen in der Füllerei.
Die Ausfahrer Hermann Seitz und Sepp Gerer hatten schwer zu schleppen.
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Die Ausfahrer Hermann Seitz und Sepp Gerer hatten schwer zu schleppen.
Mit dem eigenen Brauerei-Laster ging es zu den Kunden.
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Mit dem eigenen Brauerei-Laster ging es zu den Kunden.
Mit dem eigenen Brauerei-Laster ging es zu den Kunden.
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Mit dem eigenen Brauerei-Laster ging es zu den Kunden.

140 Jahre Privatbrauerei Aying

Ein Dunkles zum Geburtstag

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Ein dunkles, unfiltriertes Bier schenkte Johann Liebhard vor 140 Jahren in Aying aus. Ab heute gibt’s das Dunkle wieder in der Privatbrauerei. Obwohl ein Helles für Erfolg sorgt.

Aying – Genau heute vor 140 Jahren, am 2. Februar 1878, wurde in Aying das erste Bier ausgeschenkt. Der Startpunkt für die Geschichte der Ayinger Privatbrauerei. 

Erster Bräu von Aying war Johann Liebhard. 1904 heiratete seine älteste Tochter und Erbin Maria den Landwirt- und Ziegeleibesitzer-Sohn August Zehentmair aus Perlach. Bald nach der Eheschließung übergab Liebhard den Besitz in Aying an seine Tochter und seinen Schwiegersohn. 1910 verstarb der Gründer der Brauerei. Zehentmairs älteste Tochter Maria Kreszenz und ihr Mann, Guts- und Gasthausbesitzer Franz Inselkammer aus Siegertsbrunn, traten 1936 die Nachfolge an.

Höhen und Tiefen durchlebte die Brauerei: Weltkriege, Wirtschaftskrise und Nachkriegszeit. Heute wird das mittelständische Familienunternehmen von Franz Inselkammer senior, 82, und Franz Inselkammer junior, 34, geführt. Rund 70 Frauen und Männer haben sie beschäftigt.  Eines war der Familie Inselkammer wichtig. „Eine Brauerei braucht eine Heimat“, sagt Franz Inselkammer senior. Aus diesem Grund entschied die Familie, das Bräustüberl in eigener Hand weiterzuführen. Zum Familienbetrieb gehört auch der Vier-Sterne-Superior-Gasthof Hotel Aying.

Drei bayerische Mälzereien hat die Privatbrauerei unter Vertrag, darunter die Hausladen-Mälzerei in Kirchheim. Ein Kleinunternehmen seit 50 Jahren. Hierher wird die Braugerste, die die Brauerei Aying von ihren Landwirten direkt kauft, geliefert und dann weiterverarbeitet. Der Hopfen kommt freilich aus der Hallertau. Nur zwei Aromasorten bezieht die Ayinger Brauerei: „Perle“ und „Tradition“. Daraus lassen sich in 14 Biere herstellen.  

Anfänglich war es übrigens Dunkles, was in Aying ausgeschenkt wurde. Die damals gängige Biersorte. Heute ist es genau andersherum: Helles ist das Bier schlechthin, das aus Aying gewünscht wird. Doch zum Jubiläum gibt’s ab heute im Bräustüberl wieder ein unfiltriertes Dunkles. Es wurde eigens zum Geburtstag gebraut. Inselkammer junior ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir meinen, dass wir mit der Rezeptur nah an dem sind, was vor 140 Jahren erstmals ausgeschenkt worden ist.“

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