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Landwirt Max Fauth ist froh, dass seine Rinder wieder wohlbehalten zurück im Stall sind. 

Eines stand auf dem Sportplatz

Ausgebüxte Ayinger Rinder wieder da!

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    Regina Mittermeier
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Fünf Rinder waren am Montag in Aying auf der Flucht. In der Nacht auf Dienstag sind alle zurückgekehrt. Vier von ihnen wussten offenbar, wo sie zuhause sind.

Aying – Geschafft, aber glücklich. So liegen die 20 Rinder, die am Sonntag von einer Weide ausgerissen waren, wieder im Stall des Kainzenhof. Die Färsen und Ochsen verdauen ihr Abenteuer. Und die Landwirtsfamilie ist heilfroh, dass niemand zu Schaden gekommen ist und bereitet das Hoffest am Sonntag vor.  
Am Sonntag gegen 9 Uhr waren in Aying 20 Rinder ausgebüxt.

20 Rinder wieder einzufangen – das ist eine Riesenarbeit und ein Geduldsspiel. Max Fauth (30), der Jungbauer vom Kainzenhof, und die ganze Familie sind heilfroh, dass das Vieh wieder heil im Stall ist. Und vor allem, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Am Sonntag hatte die Polizei Autofahrer vor den ausgerissenen Rindern gewarnt. Es gab Meldungen im Radio und es wurden Warnhinweise für die Verkehrsteilnehmer aufgestellt. Zum Glück blieben die Ausreißer weg von den Straßen und der Bahnlinie. Am Sonntag gegen 9 Uhr war die kleine Herde von einer Weide am Ortsrand von Aying an der Zornedinger Straße ausgerissen. Irgendetwas muss die Tiere, die erst seit zwei Tagen auf der Weide waren, erschreckt haben, vermutet Max Fauth. „Und wenn da mehrere wie in einer Massenpanik loslaufen, dann hält das kein Zaun auf.“ Die Such- und Einfang-Aktion lief sofort an. „Die Nachbarn und Berufskollegen haben gut mitgeholfen“, sagt Max Fauth dankbar. So konnten er und die Helfer teils mit Stricken 15 Tiere noch am Sonntag nach und nach einfangen und auf Viehanhänger bugsieren. Eine Kuh stand im Garten eines Anwohners, meldet die Polizei. Aber fünf blieben verschwunden. Bis Dienstagfrüh. „Vier sind wohl in der Nacht auf Dienstag zu einem der Felder des Bauern gelaufen“, sagt ein Polizeisprecher. Der Landwirt entdeckte sie am Dienstagmorgen auf der Weide. Das fünfte Tier sichtete eine Polizeistreife zufällig am Dienstag gegen 7 Uhr am Ayinger Sportplatz. Jetzt sind alle im Stall. Satt und wohlauf. „Sie sind ein bissl geschafft“, sagt Max Fauth. 

Hoffest auf dem Kainzenhof 

Auf dem Kainzenhof hätten sie auch anderes zu tun gehabt, als Vieh zu jagen. Am Sonntag, 10. Juni, ist Hoffest an der Bräugasse 9. Um 10 Uhr hält Pfarrer Rainer-Maria Schießler einen Gottesdienst, dann gibt es Spezialitäten von Schwein und Ochs’. Der Kainzenhof ist ein Direktvermarkter mit eigener Hofmetzgerei. 300 Schweine stehen in den Stallungen und 60 Rinder. Jetzt, da alle wieder vollzählig sind.

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