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Verkehrschaos bleibt aus: Ausbau der Staatsstraße 2078 bei Blindham im Zeitrahmen

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Von: Laura Forster

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Eine Umleitungsstraße (links) mitten im Feld führt Besucher während der Bauarbeiten an der Staatsstraße (rechts) zum Bergtierpark.
Eine Umleitungsstraße (links) mitten im Feld führt Besucher während der Bauarbeiten an der Staatsstraße (rechts) zum Bergtierpark.  © Laura Forster

Seit Wochen wird an der Staatsstraße 2078 bei Blindham gearbeitet. In einem Pressegespräch hat das Staatliche Bauamt Freising über den aktuellen Stand und die weiteren Schritte informiert.

Blindham – Bis vor wenigen Wochen wuchs noch Getreide auf dem Feld neben der Staatstraße 2078 bei Blindham, nun hat das Staatliche Bauamt Freising einen geschotterten Ausweichweg auf dem Acker errichten lassen, damit der nahe gelegene Bergtierpark trotz mehrmonatiger Bauarbeiten weiterhin erreichbar ist.

Wie berichtet ist die Straße zwischen Rauchenberg und Aschbach (Kreis Rosenheim) seit dem 18. Juli gesperrt. Der Grund: Baumaßnahmen. Das Staatliche Bauamt Freising plant, unter anderem eine Abbiegespur nach Blindham auf der Staatsstraße vorzunehmen. Bei einem Vororttermin am Freitagnachmittag mit Hans Jörg Oelschlegel (Bereichsleiter Straßenbau) und lokalen Politikern wurde die aktuelle Situation erläutert und das weitere Vorgehen erklärt.

„Seit zwei Wochen sind hier nun Mensch und Maschine im Einsatz“, sagt Oelschegel laut um die Motorengeräusche der vielen Bagger, Arbeitsfahrzeuge und Lastwagen, die die aufgerissene Straße bearbeiteten, zu übertönen. „Bisher läuft alles nach Zeitplan. Die Arbeiten sollten im Laufe des Oktobers beendet sein.“

10.000 Autos fahren pro Tag auf der Strecke zwischen Aschbach und Großhelfendorf

Rund 10 000 Autos waren vor der Baumaßnahme täglich auf der Strecke unterwegs. „Hier fahren Leute, die zum Bergtierpark, in die Arbeit nach München oder die Autobahn umfahren wollen“, sagt Stimmkreisabgeordnete Kerstin Schreyer (CSU), die sich noch zu ihrer Zeit als Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr für den Ausbau der Straße eingesetzt hatte. „Deshalb war und ist mir dieses Projekt besonders wichtig. Auch wenn der ÖPNV einen hohen Stellenwert hat – je ländlicher, desto mehr müssen wir auf die Straßen achten und sie instandhalten.“

Neben der Linksabbiegespur ist eine Fahrbahnverbreiterung auf sieben Meter, ein Bankett von eineinhalb Metern, eine Abflachung von zwei Kuppen für bessere Sichtverhältnisse und Schutzplanken für eine bessere Verkehrssicherheit geplant. „Leider ist es auf der Strecke immer wieder zu Unfällen gekommen. Erst im Mai hat ein Lastwagen seine ganze Kiesladung auf der Straße verteilt, weil er in einer engen Kurve in den Graben gefahren ist“, sagt Ayings Bürgermeister Peter Wagner (CSU). Außerdem soll die Entwässerungsanlage verbessert werden. Der gesamte Ausbau kostet 2,6 Millionen Euro und wird durch eine Förderung des Freistaats finanziert.

Zweiter Bauabschnitt auf St 2078 geplant - Kostenpunkt: 2,3 Millionen Euro

Derzeit ist das staatliche Bauamt Freising in Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzerin über einen zweiten Bauabschnitt weiter nördlich von Großhelfendorf bis Rauchenberg. Geschätzte Kosten: 2,3 Millionen. Einen Zeitplan für die Arbeiten gibt es noch nicht.

Die Bedenken des Ayinger Gemeinderates, dass ein Verkehrschaos ausbricht, sind bisher noch nicht eingetroffen. „Es ist erträglich. Natürlich finden es manche Anwohner nicht so toll, dass die Umleitung vor ihrem Haus vorbeiführt, aber es ist ja ein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Ich bin aber auf dieses Wochenende gespannt, wenn die Ferien beginnen und die Autobahn voll sein wird“, so Wagner. lf

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