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Gegen die Bauprojekte für das Grundstück an der Gruber Straße gibt es massiven Protest, der jetzt in einen Bürgerentscheid mündet. 

Bürgerentscheid in Großhelfendorf

Ein Protest schreibt Geschichte

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Die Gemeinde Aying sieht dem ersten Bürgerentscheid ihrer Geschichte entgegen. Die Keimzelle des Protests liegt dabei in Großhelfendorf.

Aying – Dort hat eine Initiative 646 Unterschriften gesammelt gegen die geplante Bebauung eines Ackers westlich der Gruber Straße in Richtung Grub. Weit mehr als die notwendigen 415 Unterschriften sind zusammengekommen. Damit ist der Weg frei für ein Bürgerbegehren, das sehr wahrscheinlich in einen Bürgerentscheid münden wird.

Die Listen mit den Unterschriften liegen der Kommune vor. Sie muss nun innerhalb eines Monats deren Gültigkeit prüfen. Ob das Bürgerbegehren angenommen wird, entscheiden die Gemeinderäte am 6. März. Dann ist auch darüber zu beraten, ob das Gremium ein Ratsbegehren ansetzen möchte.

Die Mitglieder der Initiative sind nach Aussage von Carla Spindler zufrieden mit dem Verlauf ihres Protests. Die nötigen Unterschriften zusammenzubringen sei „unheimlich schnell gegangen“. Mit Spannung erwartet die Initiative die kommenden Wochen. Sie hatteKritik angemeldet an der geplanten Ansiedlung eines Mischgebiets an der Gruber Straße. Dort will Hans-Peter Huber, Kommandant der Feuerwehr Helfendorf, den nördlichen Teil seines Grundstücks selbst nutzen für den Bau einer Lagerhalle und einiger Wohnungen. Den südlichen Teil hat er an Tobias Brunner und seine Ehefrau Christiane Heyer aus Grasbrunn verkauft. Beide wollen dort unter anderem mit „SolarHay“ eine Firma ansiedeln, die im Ort nicht unumstritten ist, weil sie auch mit Wasserstoff umgeht.

Neben der Bedenken der Initiative hatte es zahlreiche andere Einwände gegeben. Sie alle wiesen die Gemeinderäte einstimmig zurück, nachdem einige Änderungen in die Pläne eingearbeitet worden waren.

So einstimmig diese Beschlüsse fielen: Nicht alle im Gemeinderat sind gut auf die Entwicklung an der Gruber Straße zu sprechen: Beinahe leidenschaftlich plädierte Johann Springer (FWGA) dafür, die Finger von „SolarHay“ zu lassen. Die Bebauung sei deutlich zu hoch, zerstöre das Ortsbild und sei den rein wirtschaftlichen Interessen eines Einzelnen geschuldet. Er sehe die Vorteile für die Gemeinde nicht und fühle sich den Bürgern verpflichtet, die das Vorhaben offensichtlich in der Mehrheit nicht gut hießen. „Jetzt ist noch Zeit, auszusteigen“, sagte Springer, und sprach sich für die Suche nach einem anderen Standort aus. Mit seinen mahnenden Worten blieb er jedoch allein. Seinem Antrag, weitere Schritte zu stoppen, folgte keiner der Gemeinderäte – auch nicht seine FWGA-Kollegen.

Die Bauherren von „SolarHay“ melden zur jüngsten Entwicklung: Sie stehen einem Bürgerentscheid „positiv gegenüber“ und hoffen, „dass vor dem Hintergrund der nun vorliegenden Faktenlage sich die Mehrheit der Ayinger Bürger im Falle eines Bürgerentscheides für das Projekt ,SolarHay’ entscheiden“.

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