Wartet auf den neuen Chef: Die Pfarrkirche Mariä Geburt in Höhenkirchen.

Ein Mann, zwei Pfarrverbände: Das ist der neue Pfarrverbandsleiter im Südosten des Landkreises

  • Wolfgang Rotzsche
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Die beiden Pfarrverbände Aying-Helfendorf und Höhenkirchen bekommen einen neuen Leiter. Das war schon länger klar. Nun ist auch bekannt, wer ab Herbst den Posten übernimmt.

Aying/Höhenkirchen – Die gute Nachricht erreichte die Kirchenbesucher am Sonntag während der Messe: Ab Herbst leitet Manuel Kleinhans die beiden Pfarrverbände Aying-Helfendorf und Höhenkirchen in Personalunion. Der 36-Jährige war bislang Pfarrvikar von Fürstenfeld (Kreis Fürstenfeldbruck). Sein Start erfolgt zeitlich versetzt: Ab 1. September übernimmt Kleinhans den vakanten Pfarrverband Aying-Helfendorf; Anfang zudem noch die Leitung im Pfarrverband Höhenkirchen von Pfarrer Anton Wolf (70).

Wie berichtetet, hatte das Erzbischöfliche Ordinariat München einen Seelsorger für beide Pfarrverbände gesucht. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten hat sich gezogen. Aber nun scheint alles in trockenen Tüchern.

Der „Herr Pfarrer“ ist erstmal Pfarradministrator

Manuel Kleinhans war bislang Pfarrvikarin Fürstenfeld. 

Und auf wen dürfen sich die Katholiken freuen? Ursprünglich stammt der Priester aus der Münchner Pfarrei Fronleichnam im Stadtteil Laim. Manuel Kleinhans wurde vor fünf Jahren im Freisinger Dom zum Priester geweiht und war dann als Kaplan in den Münchner Stadtpfarreien St. Ludwig und St. Joseph. 2018 wechselte er nach Fürstenfeld.

Mit der Übernahme der Pfarrverbände im Südosten des Landkreises nimmt Kleinhans erstmals eine Leitungsfunktion wahr. Auch wenn viele Kirchengemeindemitglieder den neuen wohl „Herr Pfarrer“ nennen werden, so ist er offiziell Pfarradministrator. Das sei aber ganz normal, erklärt Ursula Hinterberger von der Pressestelle des Ordinariats: „An der ersten Leitungsstelle werden die Priester für drei Jahre Pfarradministratoren“. Eine Frage der Bewährung.

Bei der Seelsorge bekommt Kleinhans Unterstützung

In den beiden Pfarrverbänden hat Kleinhans viel zu tun, insgesamt sind hier fünf Pfarreien gebündelt: St. Andreas Aying, St. Nikolaus Brunnthal, St. Emmeram Helfendorf, Mariä Geburt Höhenkirchen und St. Peter Siegertsbrunn. Hinzukommen die jeweiligen Filialen. Auch mit Wallfahrtsorten bekommt es Kleinhans zu tun, nämlich in Kleinhelfendorf und Siegertsbrunn. Da werden es nicht nur die Siegertsbrunner gerne hören, dass es der Pfarrvikar in seiner bisherigen Seelsorgestelle auch mit einer Leonhardifahrt zu tun hatte. Die Seelsorge in den beiden Pfarrverbänden muss er nicht alleine meistern. Ihm stehen die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pfarrverbänden zur Seite. Das gelte auch, sagt Hinterberger vom Ordinariat, für die beiden promovierten Priester Jure Zirdum (70) und Friedrich Oberkofler. Der Südtiroler Oberkofler kam eigentlich in den Pfarrverband Aying-Helfendorf, um dem erkrankten Pfarrer Martin Kurlitsch unter die Arme zu greifen. Kurlitsch verstarb am 23. Dezember 2018 im Alter von gerade einmal 38 Jahren. Oberkofler ist seitdem als Seelsorger weiterhin vor Ort, wobei der Unterhachinger Pfarrer Axel Windecker für die administrativen Aufgaben eingesetzt war. Mit der Ankunft von Kleinhans endet für Windecker dann die Zusatzaufgabe in Aying.

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Wann Kleinhans offiziell in seine Aufgaben eingeführt wird, steht noch nicht fest. Er wirkt aber im September schon an den besonderen Feierlichkeiten mit, etwa beim Emmerami-Patrozinium in Kleinhelfendorf. Sicherlich wird er auch bei der 1000-Jahrfeier des Höhenkirchner Gotteshauses anzutreffen sein.

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