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Er darf sich jetzt Mister Schnauzbart nennen: Mika Springer. 

Gaudi-Aktion auf dem Dorffest

Aying kürt den „Mister Schnauzbart“

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Geniert hat er sich nicht. Aber kaum war er zum „Mister Schnauzbart Aying“ gekürt, hat Mika Springer (17) das preisgekrönte Gestrüpp auf seiner Oberlippe wieder abrasiert. Wie praktisch alle 14 Mitglieder des Burschenvereins Aying, die beim Dorffest am Schnauzer-Wettbewerb teilgenommen haben.

AyingDie Schnauzer-Challenge – so nennt man heutzutage eine Herausforderung, eine Aufgabe – haben die „Ayinger Madl“ den jungen Männern aus dem Dorf gestellt. Die sind das Gegenstück zum Burschenverein und hatten eine rechte Gaudi beim Schauspiel samt Siegerehrung. Die Burschen haben sich schon auch amüsiert. Dennoch sinniert Titelgewinner Mika Springer: „Irgendwie müsst’ man sich schon revanchieren bei den Madeln...“

Er hat sich in einer anonymisierten „Schnauzer-Abstimmung“ durchgesetzt. Dieser Schriftzug prangte auf einer Art überdimensionalen Wahlurne. Darauf Fotos der 14 Bärte, und zwar nur der Bildausschnitt von der Nasenwurzel bis zur Kinnspitze. Die Haarpracht auf der Oberlippe schön zentral, von spärlich bis respektabel. Und unter jedem Foto eine Nummer und ein Schlitz für den Einwurf des Stimmzettels.

Bis zum Wettbewerb haben die meisten Teilnehmer sich einen Vollbart stehen lassen. „Des schaut in der heutigen Zeit nicht ganz so komisch aus wie ein Schnauzer“, sagt Mika Springer, der aufs Gymnasium Ottobrunn geht und sich in der Bart-Anwachs-Phase schon den ein oder anderen Kommentar hat anhören müssen. Einen Vollbart lässt er sich jetzt wieder stehen. Allein schon, um seinen Siegerpreis nutzen zu können: Einen Geschenkkorb mit Bart-Pflegeprodukten haben die Madl ihm überreicht; Shampoo, Pflegeöl, Bürste. Genug für einen fetten Hipster-Vollbart. Wobei: Der ist ja auch schon fast wieder aus der Mode.

Wenn der Burschenverein Aying und die Madl ehrlich sind, müssen sie zugeben: Der einzig würdige „Mister Schnauzer Aying“ – das ist sowieso Bürgermeister Johann Eichler. Der trägt seinen Bart mit Würde, völlig unbeeindruckt von modischen Strömungen. „Mit dem kann ich wirklich nicht mithalten“, sagt Mika Springer.

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