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Die Firma Fritzmeier befindet sich direkt am maroden Bahnübergang. Das Unternehmen wäre von der Sanierung direkt betroffen, ebenso wie das neue Gewerbegebiet. 

Sanierung des Bahnübergangs könnte Firmen hart treffen

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Der Bahnübergang in Großhelfendorf muss dringend saniert werden. Das Eisenbahnbundesamt lässt nur noch bis 2021 einen Betrieb im jetzigen Zustand zu. Es muss also etwas passieren. Drei Varianten der Deutschen Bahn stehen derzeit zur Debatte, die im Gemeinderat vorgestellt wurden.

Aying– Zur Diskussion steht etwa ein neuer Bahnübergang. Kostenpunkt: etwas mehr als zwei Millionen Euro bei einer Lebensdauer von rund 30 Jahren. Die teuerste Möglichkeit wäre, die Kreisstraße M 8 (Forststraße) tiefer zu legen. Hierfür werden über sechs Millionen Euro veranschlagt. Das Konstrukt soll aber auch etwa 70 Jahre halten. Eine ebenso lange Lebensdauer hätte die dritte Möglichkeit: die Tieferlegung des Bahngleises. Bei den Kosten schrammt dieses Vorhaben knapp an der Fünf-Millionen-Marke vorbei. Mit dieser Maßnahme ließe sich der Kurvenradius des Gleises so verändern, dass die S-Bahn S7 auch in diesem Bereich die Regelgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern erreichen könnte. Derzeit sind es nur 80 km/h.

Bürgermeister Hans Eichler (PWH) vermisste in den vorgestellten Plänen ein zweites Bahngleis: „Das muss unbedingt vorgesehen werden.“ Auch der Kurvenradius erschließe sich nicht: „Was will die Bahn damit bezwecken? Wird sie pünktlicher, wird Fahrzeit eingespart?“ Wäre vielleicht dadurch sogar denkbar, dass Dürrnhaar und Peiß dann wieder regelmäßig als Haltepunkte angefahren werden?

Fragezeichen gibt es auch, wie der Bahnhof Helfendorf in der Zukunft ausschauen würde. Sollte er nach Norden rücken, würde er sich noch mehr aus der Bebauung herausnehmen.

Ganz wichtig erscheint nicht nur dem Rathauschef, sondern dem Gemeinderat unisono, dass bei allen Planungen die Firma Fritzmeier als direkt betroffenes Unternehmen zwingend beteiligt werden soll. Denn Einschnitte für das Unternehmen sind schon vorprogrammiert: Die Parkplätze beispielsweise auf der Westseite des Bahngleises werden beschnitten.

Auch ein neues Gewerbegebiet, das Aying für eine Schreinerei, ein Heizungs- und Sanitärunternehmen und für eine Steuerkanzlei könnte betroffen sein. Deswegen fordert der Gemeinderat, dass die Bahn bei ihren Planungen sparsam mit den Flächen umgehe.

Geld spielt freilich auch eine Rolle. Denn Aying muss sich an den Baumaßnahmen beteiligen. Im Falle Helfendorfs liegen die Kosten für die Kommune zwischen 92 000 und 278 000 Euro. Hier trifft die Gemeinde der Radweg. Doch das reicht nicht. Denn Eichler sprach von einer „Bahnübergangskette“. Wenn der Helfendorfer Bahnübergang angepackt wird, wird es auch Arbeiten an den Bahnübergängen am Mitterweg (Göggenhofen – Neugöggenhofen) und in Peiß geben. Hier muss sich Aying auch an den Kosten beteiligen. „In der Summe reden wir von einer Million Euro, die wir zu schultern haben“, betonte Eichler.

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