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Fesche Deandl, schicke Burschen und ein schöner Maibaum: Im Mai hat der Burschenverein Dürrnhaar sein Wahrzeichen aufgestellt und das ausgiebig gefeiert.

Online-Abstimmung

Der schönste Maibaum steht in Dürrnhaar

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36 Meter hoch, blutjung und der schönste in ganz Bayern: Die Rede ist vom Maibaum in Dürrnhaar. Dass dieser der prächtigste im Freistaat ist, hat eine Online-Abstimmung ergeben. Dort hat der Burschenverein Dürrnhaar sein Traditionsstangerl, das seit Mai in der Ortsmitte steht, ins Rennen geschickt.

Dürrnhaar–  Die weiß-blaue Schönheit stach 110 Konkurrenten aus und sicherte sich letztlich den Sieg mit 2852 Stimmen. Das wiederum beschert den Burschen ein feuchtfröhliches Fest. Denn das Getränkeunternehmen Kondrauer, das das Voting organisiert hat, spendiert 300 Liter Freibier und einen Lastwagen voller Getränke für die Siegesfeier. Im Interview verrät der langjährige Burschenvorsitzende Andreas Ruland, was den Dürrnhaarer Maibaum zu Bayerns schönstem macht, und erklärt, warum es dabei nicht nur auf Äußerlichkeiten ankommt.

-Herr Ruland, Ihr Maibaum hat sich knapp gegen den Zweitplatzierten aus Zwiesel durchgesetzt. Was macht den Dürrnhaarer Maibaum zum schönsten in ganz Bayern?

Gute Frage. Er wurde ja erst dieses Jahr aufgestellt und ist daher noch ganz jung, was vielleicht ein Vorteil war. Und zum Schönsten macht ihn, dass er einfach traditionell aufgestellt worden ist. Wir haben ihn zusammen gescheppst, gehobelt, bemalt und aufgestellt – per Hand, ohne Kran. Die Schönheit liegt daher eigentlich in der Geschichte rund um den Maibaum. Und bei uns in Dürrnhaar ist es rund um den Maibaum auch noch am schönsten, daher ist er unterm Strich auch der schönste (lacht).

-Also ein verdienter Sieg?

Ich habe mir die anderen Maibäume schon auch angeschaut. Und die schauen zum Teil wirklich gut aus. Teilweise haben die anderen Burschen und Gemeinden die Muster ins Holz reingeritzt – wahnsinn. Daher würde ich vielleicht auch gar nicht sagen, dass unserer optisch so viel schöner ist. Vielleicht haben wir einfach ein bisschen mehr Glück gehabt.

-So schön Ihr Maibaum tatsächlich ist: Böse Zungen würden behaupten, Sie konnten schlicht mehr Leute zum Abstimmen animieren.

Das kann man auch so sagen. Das stimmt ja auch. Optik hin oder her, es war eine Online-Abstimmung, und da ging’s drum, wer mehr Leute zum Abstimmen motivieren kann. Natürlich ist es eine schöne Sache, dass wir gewonnen haben, aber wir dürfen das auch nicht zu hoch hängen.

-Wie reagieren denn die Burschenvereine aus der Umgebung auf Ihren Erfolg?

Die Burschen rundum, aus Putzbrunn oder Hofolding, haben uns beglückwünscht und gefragt: Wie habt ihr denn das angestellt. Ein paar Burschenvereine sind auch zur Siegesfeier eingeladen.

-Bis jetzt hat sich also niemand gemeldet, der sagt: Moment! Unser Maibaum ist doch aber viel schöner?

Bis jetzt hat sich noch keiner gemeldet, nein.

-Wie sind Sie denn überhaupt auf das Voting aufmerksam geworden?

Unser Bürgermeister (Johann Eichler, Anm. d. Red.) hat uns irgendwann auf die Aktion aufmerksam gemacht und gesagt: ’Burschen schaut’s mal, macht’s da doch mit’. Und dann hat unser damaliger Schriftführer uns in Eigeninitiative einfach angemeldet – ohne der Vorstandschaft irgendwas zu sagen.

-Und dann hieß es: Die Werbetrommel rühren.

Ganz genau, wir haben jeden Verein, jeden Sportklub abgeklappert und versucht, jeden zu motivieren, uns seine Stimme zugeben. Auch auf Facebook haben wir die Aktion beworben und auf die Flyer für unsere Feste haben wir QR-Codes gedruckt, die man mit dem Handy abscannen kann und so direkt zur Abstimmung kommt.

-Der Aufwand hat sich gelohnt. Dürrnhaar darf sich jetzt offiziell mit dem Titel „schönster Maibaum Bayerns“ schmücken. Aber Hand aufs Herz: Was überwiegt? Die Freude über den Sieg oder die Freude über das Fest samt Freibier?

(überlegt) Naja, das Bier ist zwar ein Wieninger Bier (Anm. d. Red.: es handelt sich um Bier der Brauerei „Hofbräu“), aber im Endeffekt ist das Freibier schon besser als der Titel.

-Auswärtiges Bier auf einem Fest in Aying. Droht da kein Ärger mit der heimischen Brauerei?

Wir Dürrnhaarer trinken kein Ayinger Bier.

-Punkt?

Punkt.

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