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Die Urkunde mit der ersten Erwähnung Aying präsentiert Bürgermeister Hans Eichler.

Jubiläum

Aying wird 1225 Jahre alt

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Aying - Ganz still und leise feiert Aying Geburtstag. Am Sonntag sind es 1225 Jahre her, dass der Ort erstmalig urkundlich erwähnt worden ist.

Ein Fest Fest im großen Stil wird es nicht geben. Aber mehrere Jubiläen werden im Herbst in einer eigenen Ausstellung und mit Vorträgen gewürdigt. Dafür laufen schon fleißig die Vorbereitungen. 

Unter anderem hat sich die Gemeindearchivarin Franziska Ahlborn-von Raven ein Faksimile der Urkunde schicken lassen, die im Hauptstaatsarchiv in München liegt. Wie so oft geht es hier um eine Schenkung. Hier ist es ein Kleriker namens Rihperht. Und es geht um ein Anwesen im Ort „Eiinga“, womit Aying gemeint ist. Anhand der weiteren Angaben im Text lässt sich durch die Historiker das Jahr 791 ermitteln, in dem es den karolingischen Kriegszug gegen die Awaren („ins Hunnenland“) gab. Vor etwas mehr als 100 Jahren wurde der Urkundentext bereits transkripiert, nämlich in das bekannte Werk von Theodor Bitterauf: „Die Traditionen des Hochstifts Freising“ (1905). Die deutsche Übersetzung wurde durch die Gemeinde Aying in ihrer Chronik zur 1200-Jahr-Feier veröffentlicht.

 In der Übertragung des Original-Urkundentextes heißt es: „Während es allen unbekannt geblieben ist, aber vielen im Bistum der heiligsten Jungfrau Maria wohl bekannt, dass der Kleriker Rihperht an dem Tag, an dem ihn Bischof Atto für würdig befand, ihn zum Amt und Stand des Diakon zu wählen und zu weihen, in die Hände dieses Bischofs das übergab, was er offenbar durch Erbschaft oder Erwerb besaß, nämlich eine Hofstatt mit Haus und allen auf dem Hof befindlichen Gebäuden und etwas Land, das ich bekanntlich im Ort Eiinga besitze. Mit der Absicht, dass ich das Eigentum besitzen und halten darf und nach meinem Tod, wenn ich ihn bis dahin gut erzogen habe, es dem Sohn meines Bruders übergebe, das Anwesen im Dienst der heiligen Maria fortbestehe, und daß jener nach meinem Tod zeitlebens in Lehen und Dienst dieses Hofes stehe. Nach seinem Tod soll keiner das Verfügungsrecht haben, sondern der Besitz soll ohne Widerspruch ständig in der Obhut der heiligen Maria bleiben. Das aber sind die Zeugen, die an den Ohren gezogen wurden: Wolfperht, Heripald, Helmuni, Liutprant, Helmuni. Verhandelt wurde das im Ort Tegernbach in dem Jahr, in dem der König Karl ins Hunnenland eindrang, am Vortag der Nonen des März. Ich, Tagbert, ein unwürdiger Subdiakon, habe das auf Weisung des Bischofs Atto aufgeschrieben.“

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