Wohnraum auf Dauer statt auf Zeit

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Aying – Dauerhaft günstigen Wohnraum schaffen, nicht nur für Asylbewerber: Mit dieser Strategie will Aying auf die Kehrtwende des Freistaats reagieren.

Eine neue Strategie für die Unterbringung von Asylsuchenden in Aying hat Bürgermeister Hans Eichler (PWH) Landrat Christoph Göbel (CSU) in einem persönlichen Gespräch vorgestellt. „Wir sollten von Zwischenlösungen Abstand nehmen“, erklärte der 59-Jährige gleich nach dieser Unterredung dem Ayinger Gemeinderat. Hintergrund ist die Entscheidung des Freistaates: Die Regierung von Oberbayern und der Freistaat stellen derzeit langjährige Flüchtlingsunterkünfte auf den Prüfstand und gehen vorerst keine langfristigen Pachtverträge für Asylunterkünfte mehr ein. Es habe daher aus seiner Sicht derzeit keinen Sinn, weiterhin Lösungen für temporäre Asylunterkünfte zu entwickeln, sagte Eichler. Er spielte damit auch auf die Diskussion im Ortsteil Dürrnhaar an, die vor wenigen Wochen geführt worden ist. Wir berichteten, dass zwei so genannte Feel-Home-Häuser für zehn Jahre unweit des Faistenhaarer Wegs für 60 bis 64 Personen auf der ehemaligen Kiesgrube errichtet werden sollten. Nun aber ist auch dieses Projekt vorerst fraglich. Unabhängig von der Debatte über den anvisierten Standort und die Zahl der Asylbewerber müsse die Kehrtwende der Staatsregierung und die neue Sachlage zum Umdenken anregen, erklärte Eichler dem Gemeinderat. „Unsere Zielrichtung muss nun sein, über feste Unterkünfte zu sprechen, die wir, falls erforderlich, dann auch für Asylbewerber zur Verfügung stellen können“, sagte Eichler. Gebäude, die nach einigen Jahren wieder verschwinden, sollten nicht mehr in die weiteren Überlegungen einfließen. Sollte es dann unvermeidlich sein, dann könnte mal über eine Containerlösung als Notbehelf für wenige Jahre nachdenken. Dieser Weg ist in den Augen Eichlers der praktikabelste. „Das ist eigentlich das, was wir von Anfang an machen wollten, nämlich Wohnraum auf Dauer schaffen. Auch ohne Asylbewerber gibt es viele Bürger, die dringend eine Wohnung suchen.“ Landrat Göbel nannte diesen Vorschlag laut Eichler eine „optimale Strategie“.

Wolfgang Rotzsche

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