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S-Bahnstrecke in Großhelfendorf wird tiefergelegt

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Von: Wolfgang Rotzsche

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Großbaustelle in drei Jahren: Im Bereich des Großhelfendorfer Bahnhofs wird das S-Bahn-Gleis um sechs Meter tiefergelegt.
Großbaustelle in drei Jahren: Im Bereich des Großhelfendorfer Bahnhofs wird das S-Bahn-Gleis um sechs Meter tiefergelegt. © wjr

Die S-Bahnstrecke im Bereich Großhelfendorfer Bahnhof wird 2024 aus Sicherheitsgründen tiefergelegt. Um sechs Meter.

Großhelfendorf – In drei Jahren stehen große Baumaßnahmen im Bereich des Großhelfendorfer Bahnhofs an. Wenn alles gut geht, wird die S-Bahnstrecke 2024 tiefergelegt. Mehrere Monate dürfte es dann zwischen Firma Fritzmeier und dem Betriebsparkplatz eine Großbaustelle geben (wir berichteten).

Der aktuelle Stand des Vorhabens kam im Gemeinderat zur Sprache. Manfred Rauscher von der DB Netz AG betonte, dass die Maßnahmen in Großhelfendorf notwendig seien, um die Sicherheit zu erhöhen. Für die Deutsche Bahn sei das Unterfangen nichts Alltägliches: „Es kommt nicht so oft vor, dass die S-Bahn tiefergelegt wird.“ Deswegen werde viel Zeit benötigt. Zeit fürs Genehmigungsverfahren, Zeit auch für die Gespräche mit Betroffenen (siehe Kasten). „Wir werden vor 2024 die Arbeiten nicht durchführen können“, sagte Rauscher. „Aber das Jahr 2024 ist sportlich und unser ambitioniertes Ziel.“

Forststraße für mehrere Monate gesperrt

Dann könnten die Bagger rollen, es wird laut und staubig. Erdreich und Kies müssen abgetragen werden und vieles mehr. Die Forststraße zwischen Bahnübergang und Siedlung muss für mehrere Monate gesperrt werden. Eine Querung wird für eine gewisse Zeit nicht möglich sein. Das Bahngleis soll tiefergelegt werden, angefangen am Waldrand im Süden bis auf Höhe des Bauhofs im Norden. In diesem Zuge werde auch der Bahnübergang bei Göggenhofen überarbeitet. Das sei allein schon wegen der Oberleitungsanlage notwendig. Der Haltepunkt Großhelfendorf wird am Ende sechs Meter tiefer vorzufinden sein. Dorthin sollen Rampen und Treppen führen, ein Aufzug ist nicht geplant. Eine Barrierefreiheit hingegen werde dennoch garantiert. Das Bahngleis soll nach links und rechts abgeböscht sein, also nicht in einen Trog gezwängt werden. Die Bahnführung verschiebt sich aus Platzgründen leicht nach Westen, so Rauscher. Dafür müsse ein Teil des Betriebsparkplatzes weichen.

Zweigleisiger Ausbau hat damit nichts zu tun

Hoffnungen auf vorbereitende Maßnahmen für einen zweigleisigen Ausbau bremste der DB-Mann ein: „Wir dürfen das nicht vorsehen.“ Was nicht heißen soll, dass es nicht möglich wäre: „Fläche wäre da. Ein findiger Planer kann sich schon etwas einfallen lassen.“ Natürlich werden die Bahnverantwortlichen auch die Überlegungen für die Zweigleisigkeit der S 7 miteinbeziehen und die Frage berücksichtigen, ob es sich dabei um eine absehbare Verkehrsentwicklung handle. Wenn alle Arbeiten fertig sind, dann hat sich für die Nutzer der Forststraße übrigens nichts geändert. Der Bahnübergang bleibe schließlich ebenerdig. Darunter werde dann die S-Bahn durchfahren.

Kosten für die Maßnahme noch nicht genau beziffert

Über die Kosten konnte der Bahn-Experte noch keine genauen Angaben machen. Auf jeden Fall aber werde die anfallende Summe über drei Millionen Euro liegen. Deswegen werde auch der Bund das letzte Wort bei der Genehmigung habe. Die Gemeinde muss sich an der Maßnahme nicht finanziell beteiligen. Auch der Landkreis München, der durch die Forststraße (eine Kreisstraße) tangiert ist, wird nicht zur Kasse gebeten.

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