Aying hält an Windrad-Plänen fest. Der Gemeinderat stimmte für weitere Prüfungen, die im Herbst das Genehmigungsverfahren einläuten könnten.
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Aying hält an Windrad-Plänen fest. Der Gemeinderat stimmte für weitere Prüfungen, die im Herbst das Genehmigungsverfahren einläuten könnten.

Gemeinderat Aying stimmt für eine Fortführung des Projekts

Bekenntnis zum Windrad

  • Wolfgang Rotzsche
    vonWolfgang Rotzsche
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Die Ayinger bleiben dabei: Die Windrad-Planung soll weitergehen. Die Gemeinde bleibt in der Arbeitsgemeinschaft (ARGE), aus der Brunnthal kürzlich ausgetreten ist.

Aying – Aying bleibt dabei. Fast einstimmig votierte der Gemeinderat mit 18:1 dafür, die Planungen voranzubringen, die im Auftrag der „Arbeitsgemeinschaft Windenergie im Hofoldinger Forst“ (ARGE) betrieben werden. Damit ist Aying auch weiterhin mit im Boot der ARGE, aus der jüngst Brunnthal den Austritt beschlossen hat.

Prüfung des Projekts geht weiter

Jetzt gehören der ARGE neben Aying noch Sauerlach und Otterfing (Kreis Miesbach) sowie die beiden Landkreise München und Miesbach an. „Ich bedaure die Entscheidung Brunnthals“, sagte Ayings Bürgermeister Peter Wagner (CSU). Aber nun gelte es, den Blick weiter nach vorne zu richten. Eines ist Wagner dabei aber wichtig. Es gehe weiterhin um die Planungen: „Wir haben uns damit noch nicht entschieden, ob ein Windrad gebaut wird oder nicht.“

Nun gehe es darum, dass eine zweite Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht wird, die unabhängig nochmals alle bisher gewonnenen Zahlen überprüfen soll. Als Beispiel für die zu überprüfenden Zahlen nennt Wagner die errechnete Stromlieferung aus der Windenergie. Sollte in dieser Studie eine Differenz von über fünf Prozent im Ergebnis gewonnen werden, bräuchte es nochmals eine weitere Studie.

Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit sind Voraussetzung

Alle Beteiligten wollen auf Nummer sichergehen. Denn als Ziel hat nicht nur der Rathauschef vor Augen, dass die Windkraftenergie im Rahmen eines Bürgerprojekts betrieben wird: „Wir ziehen hier gemeinsam an einem Strang. Und wir wollen die Wertschöpfung auch hier bei uns belassen.“

Dass der Weg zu Windkrafträdern noch weit sein kann, wissen alle Entscheidungsträger. Die Ayinger Ratsmitglieder wurden jüngst in einer nicht öffentlichen Veranstaltung informiert. In der Gemeinderatssitzung informierte Wagner über die Ergebnisse der Windmessung, der Wirtschaftlichkeitsberechnung und der artenschutzrechtlichen Prüfung des Projekts. Windkraftanlagen wären demnach im Hofoldinger Forst einerseits wirtschaftlich machbar und andererseits ökologisch vertretbar.

Infoveranstaltung am 22. April geplant

Am 22. April wird eine Informationsveranstaltung für die Ayinger Bevölkerung angeboten, als Präsenzveranstaltung und online. Wagner beschäftigt eine Frage, die auch bei dieser Veranstaltung nicht abschließend besprochen werden wird: „Wir können die Augen nicht vor dem Klimawandel verschließen.“ Damit gingen Belastungen für den Wald einher, nicht nur, aber auch durch den Borkenkäfer. Niemand könne sagen, wie der Hofoldinger Forst in 25 Jahren aussehe. „Ich bin zuversichtlich, dass das Windenergieprojekt im Hofoldinger Forst eine einmalige Chance ist für wohnortnahe, ökologische Energiegewinnung“, sagt Miesbachs Landrat Olaf von Löwis, der derzeit Ratspräsident der ARGE ist. „Mit dem Projekt würde die Region einen riesigen Schritt in Richtung Energiewende machen, daher hoffe ich sehr, dass sich die übrigen Beteiligten für eine Fortführung entscheiden.“

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