Martin Mundschedl
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Martin Mundschedl war die Zuverlässigkeit in Person.

Nachruf

Bitterer Abschied von zwei Feuerwehr-Kameraden

  • Wolfgang Rotzsche
    vonWolfgang Rotzsche
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Einem Kameraden ins Grab schauen zu müssen, tut schon weh. Bei der Feuerwehr Helfendorf ist das sogar zweimal in kurzer Zeit passiert. Die Wehr trauert, mit vielen anderen, um Martin Mundschedl (63) und Florian Hellwasser (75), „Davidbauer“ aus Trautshofen.

Helfendorf – „Als ich Vorsitzender war, hatte ich lauter gute Leut‘“, sagt der frühere Feuerwehrvereins-Vorsitzende Augustin Schmied. Darunter auch Martin Mundschedl, der zuletzt immer noch als Vize-Schriftführer fungierte. „Ich brauchte Martl nur anzurufen oder eine E-Mail schreiben, und schon bekam ich eine Auskunft von ihm über Vorgänge in unserem Verein. Er war zuverlässig und stets hilfsbereit.“ Das kann der heutige Vorsitzende Hans-Peter Huber nur bestätigen: „Er hat den Schriftführerverkehr vorbildlich geführt und auch alte Berichte und Dokumente aufgehoben, die uns seine Ehefrau nun zur Verfügung gestellt hat.“

Martin Mundschedl war immer präsent

Zwischen 1984 bis 1990 war Mundschedl zweiter Kassenwart, dann von 1990 bis 2019 Schriftführer, bis zu seinem Tode stand er als Stellvertreter für diese Aufgabe noch zur Verfügung. Unvergessen sind bei den Vereinsmitgliedern seine Berichte in den Jahreshauptversammlungen. Mundschedl kam 1973/74 zur Feuerwehr, war insgesamt 46 Jahre Mitglied des Vereins. Soweit es Martin Mundschedl möglich gewesen sei, habe er immer am Vereinsgeschehen mitgewirkt. Er war eines der Gesichter der Wehr, die stets zu sehen waren, auch bei Veranstaltungen außerhalb des Gemeindegebiets.

Florian Hellwasser war Fähnrich der ersten Stunde.

Nicht viel anders verhielt es sich bei Florian Hellwasser. Ganze 58 Jahre gehörte er der Wehr als Mitglied an, erhielt 2011 die Würde eines Ehrenmitglieds. Seit der Fahnenweihe im Jahr 1974, also von der ersten Stunde an, bis 1999 war Hellwasser Fähnrich der Feuerwehr Helfendorf. Dabei habe Florian Hellwasser stets ein waches Auge auf den tadellosen Zustand der Fahne gehabt und rückte mit der Fahne oft aus, mal auf die Veranstaltungen der Wehr, mal außerhalb und dann natürlich auf Beerdigungen, merkt Schmied an. „Er war ein super Fähnrich“, attestiert Schmied seinem Kameraden.

Auf Florian Hellwasser war immer Verlass

Bekannt war Florian Hellwasser für seine Geselligkeit. Er liebte es, dabei zu sein, wobei ihm auch wichtig war, seinen Beitrag zum Vereinsgeschehen zu leisten. „Aufn Flori hot ma sich oiwei verlassen kinna – der war do“, so Huber. Zuletzt war es mit der Gesundheit nicht mehr so gut gestellt, sodass Hellwasser schon früher in den eigenen Reihen vermisst worden sei. „Flori wäre sicherlich noch öfters gerne bei unseren Emmeranifesten dabei gewesen.“ Von Florian Hellwasser konnte sich die Freiwillige Feuerwehr pandemiebedingt nur mit wenigen Kameraden verabschieden. „Aber wir werden auf jeden Fall unseren Verstorbenen immer ein ehrendes Gedenken bewahren“, betonen Schmied und Huber.

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