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Nur ein kurzes, offenes Stück sichtbar: der Dorfgraben an der Obere Dorfstraße. Er sorgt bei Regen regelmäßig für Ärger, weil zu wenig Wasser durch die Rohre passt.  

Immer wieder überflutet

Dorfbach-Ärger: Hochwasserschutz dauert noch

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Dauerbrenner Dorfbach: Noch ist nichts passiert in Sachen Hochwasserschutz. Es hakt an genau einer Stelle.

Aying– Mit Grauen denkt Josef Mauterer an den Starkregen vor zwei Jahren in der Oberen Dorfstraße. Schon damals bat er den Ayinger Gemeinderat eindringlich um Hilfe. Denn der Dorfbach bereitet ihm große Sorge, der immer wieder über die Ufer tritt.

Der Dorfbach fließt in der Kaltenbrunner Straße in ein Rohr. Ab dort geht’s unterirdisch weiter nach Norden. Mauterers Forderung: Es muss mehr Wasser durch die unterirdischen Rohre durchfließen können. Denn schon bei normalen Regenmengen gibt es mit dem Oberflächenwasser Probleme, weil es nicht abläuft. In einem Bürgerantrag erklärten die Anlieger, sie hätten bereits selbst Schutzmaßnahmen getroffen, damit Regenwasser aus den Dachrinnen nicht in Richtung Dorfgraben fließt.

Konzept steht

Nun sei aber die Gemeinde an der Reihe. Und sie wurde tätig. Im Sommer 2017 verabschiedete der Gemeinderat ein Konzept für den Hochwasserschutz. Nun ist bald ein Jahr vergangen – und Mauterer wird das Gefühl nicht los, dass nichts passiert. „Ist das eingeschlafen?“, wollte er von Bürgermeister Hans Eichler (PWH) wissen. Das Antragsverfahren laufe, damit die Gemeinde Zuschüsse erhält antwortete er. Zudem gebe es „Grunderwerbsgeschichten. An manchen Ecken hakt’s mit dem Dorfbach, weswegen wir hier auf die Grundstückseigentümer angewiesen sind. Wir können schließlich den Dorfbach nicht in die Luft hängen.“

Bach fließt unter Parkplatz her

Während sich die Verhandlungen mit Grundeigentümer ziehen, ist an anderer Stellle schon eine Entscheidung gefallen: Auf Höhe der Pfarrkirche muss der Dorfbach verlegt werden. Damit dies funktioniert, muss entweder eine schöne Linde weichen oder der Dorfbach unterirdisch unter dem Parkplatz vor dem Gotteshaus fließen. Auf Letzteres konnten sich die Verhandlungspartner, Gemeinde, Pfarrei und Ordinariat, verständigen.

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