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Das Gerätehaus der Feuerwehr Aying ist in die Jahre gekommen, musste schon erweitert werden und braucht in absehbarer Zeit einen Ersatzbau.

Feuerwehren diskutieren über Feuhrzeugkonzept

Zwei Vereine, zwei Blickwinkel

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Der Ayinger Gemeinderat hat vom gemeinsamen Fahrzeugkonzept der Feuerwehren Aying und Helfendorf Kenntnis genommen. Das Thema dürfte auch bei den Hauptversammlungen beider Feuerwehren am Wochenende zur Sprache kommen.

Aying– Es geht darum, welche Fahrzeuge sich die Kommandanten vorstellen könnten. Und da waren die Blicke von Stefan Steinegger (Aying) und Korbinian Kroiß (Helfendorf) recht unterschiedlich.

Korbinian Kroiß wollte sich nur auf die nächsten fünf Jahre beschränken. Er begründete dies damit, dass sich in nächster Zeit Dinge ändern könnten, die zum Umdenken veranlassen. Laut Stefan Steinegger könnte das Konzept für die Ayinger 50 Jahre Bestand haben. Dabei gebe es aber eine Grundbedingung: Ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Ayinger müsste her. Hierzu habe man sich Gedanken gemacht, ein spruchreifes Grundstück gebe es aber noch nicht. Steinegger bat den Gemeinderat, „ein bisserl größer zu bauen“, denn ein Umbau käme einfach teurer. Ihm schweben sechs Ausfahrten vor. Der Kommandant würde gerne bei späteren Anschaffungen auch auf ein Wechselladersystem zurückgreifen. Das könnte erstmals 2029 greifen, wenn der Gerätewagen Logistik zur Ersatzbeschaffung ansteht. Dann könnte ein Wechsellader gekauft und mit Modulen bestückt werden. Solche Abrollbehälter könnten je nach Einsatz mitgenommen werden und kämen unterm Strich auf Dauer billiger. Nach Ansicht Steineggers wäre ein Wechsellader „das Zukunftsfahrzeug“. Und nach einem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses dürfte in den kommenden Jahrzehnten keine Umbauten daran notwendig sein. Natürlich bleiben die üblichen Großfahrzeuge im Bestand, beispielsweise zur Brandbekämpfung. Die seien auch in Zukunft nötig.

Höherwertige Modelle im Auge

Kommandant Kroiß listete für Helfendorf die Ersatzbeschaffungen an, die heuer bereits starten (Mehrzweckfahrzeug) und zuletzt 2030 einen neuen First Responder notwendig machen. Die vorhandenen Fahrzeuge sind nach seiner Einschätzung ausreichend. Bei den routinenmäßigen Ersatzbeschaffungen würde er nur gerne „höherwertig“ ausschreiben lassen. So soll 2021 auf das Tanklöschfahrzeuges TLF 16/25 ein TLF 3000 mit Staffelkabine folgen. Das Gerätehaus habe einen Sanierungsbedarf („es geht nass nei“), eine Waschhalle wäre wünschenswert.

Eines war für Ayings Rathauschef Hans Eichler (PWH) klar: „Es gibt erheblichen Diskussionsbedarf.“ Er war es, der den beiden Kommandanten ans Herz legte, sich ein Konzept für die kommenden 15 Jahre zu überlegen. Die Gemeinde könne nur gemäß ihren finanziellen Möglichkeiten agieren. Und brauche auch noch „Luft für freiwillige Leistungen“.

Zusammenlegung nicht möglich

Eines machte Stefan Steinegger noch klar, da immer wieder in der Öffentlichkeit über eine Zusammenlegung beider Wehren nachgedacht wird. Er verwies auf die Gesetzgebung, die eine Hilfsfrist von zehn Minuten vorsieht. „Es gibt keinen Ort in unserer Gemeinde, von dem aus alle Ortschaften im Gemeindegebiet innerhalb von zehn Minuten erreicht werden könnten.“ Deswegen seien zwei Feuerwehren mit zwei Standorten sinnvoll.

Feuerwehr lädt ein

Zur öffentlichen Generalversammlung am Sonntag, 5. Januar, um 19.30 Uhr im Brauereigasthof Hotel lädt die Feuerwehr Aying alle Bürger ein. Hier berichten Kommando und Vereinsvorstand über die Einsätze, Übungen und Vereinsaktivitäten aus dem Jahr 2019.

Lesen sie auch: 80 Unwetter-Einsätze für die Feuerwehren von Haar bis Aying

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