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Sperrung der Staatsstraße 2078 in Aying: Geduldsprobe für Bürger

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Von: Wolfgang Rotzsche

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Kritisch blickt die Gemeinde Aying auf die anstehende Sperrung der Staatsstraße 2078 (Rosenheimer Landstraße).
Größtes Ereignis in der Gemeinde Aying wird in diesem Jahr der 1250. Geburtstag des Ortsteils Helfendorf sein. © Wolfgang Rotzsche

Der Gemeinderat blickt mit Sorge auf die geplante Straßensperrung. Auch der Verkehr auf Ausweichstraßen bereitet Bauchschmerzen.

Aying – Kritisch blickt die Gemeinde Aying auf die anstehende Sperrung der Staatsstraße 2078 (Rosenheimer Landstraße). Am 18. Juli sollen die Baumaßnahmen südlich von Rauchenberg beginnen. Dabei geht es nicht um die Straßenarbeiten an sich, die Bauchschmerzen bereiten, sondern um den Verkehr, der sich wohl andere Wege suchen wird. Bürgermeister Peter Wagner (CSU) sprach das Thema in der Gemeinderatssitzung an.

Das Staatliche Bauamt Freising plant, eine Abbiegespur nach Blindham auf der Staatsstraße vorzunehmen. In Blindham ist der Berg-Tierpark, der sich großer Beliebtheit im Münchner Umland erfreut. Außerdem soll die Fahrbahn der Staatsstraße verbreitert werden.

Anfänglich wird Blindham von Großhelfendorf noch erreichbar sein, eine Woche überhaupt nicht und dann nur von Aschbach aus (Gemeinde Feldkirchen-Westerham, Kreis Rosenheim).

Abgeschlossen sollen die Arbeiten am 11. November sein

Abgeschlossen sollen die Arbeiten am 11. November sein. Das macht in der Summe theoretisch vier Monate Bauzeit. „Hoffentlich können diese Arbeiten eher beendet werden“, merkte Wagner an. Es sind „weitreichende Umleitungen“ über die Kreisstraßen der Landkreise München, Miesbach und Rosenheim vorgesehen. Trotzdem rechnet nicht nur Bürgermeister Wagner mit Verkehrsproblemen.

Schuld seien die Navigationssysteme, die so manchen Ortsfremden vermutlich anders lotsen werden, wie es sich die Planer und die Gemeinde wünschen. Zumal ja bei einer überlasteten Salzburger Autobahn (A 8) sowieso die Staatsstraße als Ausweichstraße genutzt wird. Kommt es dann bei Blindham zur Vollsperrung, könnten viele Fahrzeuge verquere Wege finden und nehmen. Da fällt Wagner beispielsweise ein Weg von Kleinhelfendorf nach Blindham ein, der bei Kennern nicht unbekannt ist. Der ist aber nicht gerade breit. Ein Pkw, der da durchfährt, hat dann seine Müh und Not, wenn Gegenverkehr kommt.

„Wir sind auch mit dem Staatlichen Bauamt und mit der Polizei im Gespräch“

Die Gemeinde möchte gewappnet sein und wird in kleinen Straßen, die zum Ausweichen der gesperrten Strecke genutzt werden, Barken aufstellen. „Wir sind auch mit dem Staatlichen Bauamt und mit der Polizei im Gespräch, damit nicht Blechlawinen durch unsere kleinen Ortsstraßen fahren.“

An den Straßenarbeiten hat Wagner nichts auszusetzen: „Die sind notwendig und gerade für Blindham wichtig, um an der Abbiegespur das Unfallrisiko zu reduzieren.“ Aber verkehrlich wird die Vollsperrung der Rosenheimer Landstraße eine erhebliche Behinderung für die Bürgerinnen und Bürger. Und auch eine Geduldsprobe.

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