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Mit Stahl und Ziegeln werden die Decken des Erdstalls gesichert. Sie drohen einzustürzen. Doch diese aufwändigen Arbeiten einer Spezialfirma kosten viel Geld. 

Gemeinde Aying gibt Zuschuss

20.000 Euro für den Erdstall

Geldgeber dringend gesucht: Um den Erdstall in Aying zu erhalten, wurden dessen Decken gesichert. Das kostet. Nun gibt‘s die ersten 20.000 Euro Zuschuss.

Aying – Den Erdstall erhalten: Das will Kirchenpfleger und Ayings Zweiter Bürgermeister Josef Bachmair unbedingt. Für 235 000 Euro wurde das besondere Tunnelsystem, auf das ein Baggerfahrer bei den Aushubarbeiten für den neuen Pfarrsaal im September 2016 gestoßen war, gesichert. Denn die Decken des Erdstalls drohten einzustürzen. Unklar ist, wer die Kosten für den Erhalt des Tunnelsystems trägt. Zunächst finanzierte Bachmair die komplizierten Bergbauarbeiten einer Spezialfirma aus dem Budget für den Pfarrsaal-Neubau. Doch das ist nur eine Zwischenlösung. Denn die Pfarrei sehe sich schlicht nicht in der Lage, noch mehr Kosten zu stemmen. 1,45 Millionen Euro soll der neue Pfarrsaal kosten – ohne die Mehrausgaben für die Erdstall-Sicherung. Davon hat die Pfarrei 90 000 Euro zu tragen. „Dann ist finanziell schon alles erschöpft“, erläuterte Bachmair die finanzielle Situation in der Gemeinderatssitzung.

Darum bemüht sich die Kirchenstiftung St. Andreas um anderweitige Unterstützung. Mit einem ersten Erfolg: Die Gemeinde Aying hat nun 20 000 Euro an Zuschüssen in Aussicht gestellt. Nicht alle Gemeinderäte stehen hinter dieser Zusage.

Während Franz Inselkammer junior (CSU) diese befürwortete und hervorhob, dass der Erdstall schließlich alle Bürger angehe und er deswegen auch die Gemeinde in der Pflicht sehe, sich finanziell an der Sicherung zu beteiligen, sah Christine Squarra (Grüne) dies etwas anders. Sie brachte den Einwand, dass eine finanzielle Beteiligung „nicht auf so breite Akzeptanz in der Bevölkerung“ stoße. Schließlich habe die Kommune erst kürzlich einige Gebühren erhöht. Zudem stehe Aying finanziell nicht besonders gut da.

Bürgermeister Hans Eichler (PWH) rechtfertigte die Gebührenerhöhung und verwies darauf, dass die Gemeinde Beiträge anheben muss, wenn eine kostendeckende Finanzierung gesetzlich vorgeschrieben ist. Zudem erinnerte er daran, dass die letzte Gebührenerhöhung bei den Kindertageseinrichtungen 1992 erfolgte. Und auch der Denkmalschutz gehöre nunmal zu den Aufgaben einer Gemeinde. Zudem diene der Pfarrsaal durchaus der breiten Öffentlichkeit. Darum sei zu überlegen, ob nicht die Gemeinde auch bei dem Neubau mit in die Pflicht genommen werden kann. Und der Erdstall habe nun mal Einfluss auf dieses Bauprojekt.

Gemeinderätin Squarra berichtete, dass sie wegen des Tunnelsystems mit dem Landesamt telefoniert und in der Behörde erfahren habe, dass auch nur die Dokumentation als notwendiger Erhalt des Denkmals gelte. „Die Sicherung ist nicht die günstigste Variante“, betonte sie und hätte sich mehr Mitspracherecht gewünscht. „Als Gemeinde waren wir nicht in die Entscheidung eingebunden.“ Squarra plädierte daher für die Ablehnung einer finanziellen Beteiligung.

Doch Bürgermeister Eichlers Vorschlag, 20 000 Euro beizutragen, fand im Gemeinderat letztlich die nötige Mehrheit. Drei Ratsmitglieder stimmten dagegen.

Ein erster Erfolg für Kirchenpfleger Bachmair. Doch er ist auf weitere Geldgeber dringend angewiesen. Er berichtete in der Sitzung, dass zudem Anträge beim Bezirk Oberbayern, beim Landratsamt München und beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gestellt worden seien. Inwieweit sich das Erzbistum München und Freising beteiligt, ist bisher offen. „Wenn wir wissen, wie viel fehlt, kommt die Erzdiözese ins Spiel“, hatte Sprecherin Bettina Göbner Anfang des Jahres gesagt. Doch das ist noch völlig unklar.

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