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Der Standortsicherungsvertrag zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Windenergie im Hofoldinger Forst und den Bayerischen Staatsforsten ist geschlossen.

Windaufkommen wird geprüft

Windenergie: Arge sichert sich Planungshoheit im Hofoldinger Forst

Der Standortsicherungsvertrag zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Windenergie im Hofoldinger Forst und den Bayerischen Staatsforsten ist geschlossen. Damit behält die Arge die Planungshoheit. Jetzt soll das Windaufkommen geprüft werden. Erst dann entscheidet sich, ob es jemals Windräder hier geben wird. 

Hofolding – Der Standortsicherungsvertrag zwischen den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Windenergie im Hofoldinger Forst und den Bayerischen Staatsforsten ist geschlossen. Damit behält die Arge die kommunale Planungshoheit beim Thema Windenergie im Hofoldinger Forst. Das teilt die Arge am Mittwochabend in einer Pressemitteilung mit. Mit dem Standortsicherungsvertrag sei es möglich, die Bürger am Planungsprozess zu beteiligen und Großinvestitionen von Dritten zu verhindern.

Prüfen, ob Windenergieanlagen im Hofoldinger Forst wirtschaftlich machbar sind

Drei Jahre haben die Gemeinden Aying, Brunnthal, Otterfing und Sauerlach sowie die beiden Landkreise München und Miesbach nun Zeit zu prüfen, ob die Errichtung von Windenergieanlagen im Hofoldinger Forst wirtschaftlich machbar und ökologisch vertretbar ist. So lange soll es nach dem Willen der Arge aber nicht dauern. Mit ersten Prüfungen wurde Anfang Dezember 2019 begonnen. Doch erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, wollen die Beteiligten entscheiden, ob es Windenergieanlagen im Hofoldinger Forst geben wird.

Messungen zum Windaufkommen

Zum 1. Dezember wurde die Erstellung eines Windgutachtens beauftragt. Maximal ein Jahr lang soll nun eine Windmessung Informationen zum durchschnittlichen Windaufkommen im Hofoldinger Forst liefern und zeigen, ob Windenergieanlagen an dieser Stelle machbar und sinnvoll sind. Sollte bereits vor Jahresfrist absehbar sein, dass das Windaufkommen nicht ausreicht, haben die Arge-Mitglieder die Möglichkeit, die Windmessung vorzeitig zu beenden und sich gegen die Errichtung von Windenergieanlagen zu entscheiden. Nach Abschluss der einjährigen Windmessung soll dann ein detailliertes Windertrags- und Wirtschaftlichkeitsgutachten vorliegen.

Vereinbarkeit mit dem Artenschutz

Mit Beginn der Vegetationsperiode im Frühjahr 2020 soll zudem die artenschutzrechtliche Prüfung beginnen. Sie untersucht potenzielle Standorte für Windenergieanlagen auf ihre Vereinbarkeit mit dem Artenschutz. Grundlage bildet das im Bundesnaturschutzgesetz festgeschriebene Tötungsverbot. Nur wenn sowohl Windertragsgutachten als auch eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung zu dem Schluss kommen, dass Windenergie im Hofoldinger Forst machbar ist, werden die Arge-Mitglieder über das weitere Vorgehen entscheiden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Ergebnisse werden für Ende 2020 erwartet.

Öffentliche Informationsveranstaltungen in Planung

Der Sprecher der Arge, Brunnthals Bürgermeister Stefan Kern, sagt dazu: „Wir alle sind uns einig, ein mögliches Windenergieprojekt im Hofoldinger Forst behutsam und mit Augenmaß angehen zu wollen. Unsere Bürger können sicher sein, dass wir uns mit dem Thema gründlich auseinandersetzen und nicht leichtfertig eine Entscheidung fällen. Der Standortsicherungsvertrag war ein wichtiger Meilenstein, um weiterhin selbst über mögliche Planungen im Hofoldinger Forst entscheiden zu können.

In einem ersten Schritt sind für Frühjahr kommenden Jahres öffentliche Informationsveranstaltungen in Planung.  

mm

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