9352 Mal hat es gekracht

„Karambolage-Atlas“: Im Landkreis München gibt es besonders viele Unfälle

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Die Straßen im Landkreis München gehören zu den gefährlichsten Bayerns. Häufiger kracht es statistisch nur in zwei Städten. Das heißt aber nicht, dass die Landkreis-Bürger ausgewiesene Verkehrsrowdys sind.

Landkreis – 9352 Unfälle ereigneten sich 2017 im Landkreis München. Rein statistisch sind jährlich 15 von 100 Fahrzeugen beziehungsweise jedes siebte im Landkreis gemeldete Auto in einen Zusammenstoß verwickelt. Das geht aus dem Karambolage-Atlas der Generali-Versicherung hervor, die deutschlandweit über 700 000 Schadensfälle ausgewertet hat (wir berichteten auf „Bayern & Region“).

Demnach gehört der Landkreis zu den kritischen Gegenden im Freistaat. Mehr Schäden gibt es prozentual in Bayern nur in den Städten Kempten (18,3) und Regensburg (17,1). Wobei in Kempten ein Drittel durch Unwetter verursacht wird. Bayernweit entsteht an 11,1 Prozent der Fahrzeuge ein Schaden.

Ein solcher kostet zwischen Unterschleißheim und Aying im Schnitt 2427 Euro. Dabei bestätigen sich auch Klischees: Am häufigsten in einen Unfall im Landkreis verwickelt sind mit 22,6 Prozent Audi. Knapp dahinter folgen BMW (19,2 Prozent) und, etwas überraschend, Skoda (20,5 Prozent). Positiv: Nur bei 3,2 Prozent der Unfälle gibt es Verletzte. Meistens handelt es sich um einen Sachschaden (33,1 Prozent).

Wer aus den Zahlen der Generali schließt, die Landkreis-Bürger seien ausgewiesene Verkehrsrowdys, irrt. Durch die Nähe zur Landeshauptstadt sowie die insgesamt acht Autobahnen tauchen auch Pendler, Reise- und Lastverkehr in der Statistik auf. Die Generali ermittelt nicht, woher die Unfallbeteiligten kommen, sondern nur, wo ein Zusammenstoß passiert.

Von den 9352 Unfällen 2017 im Landkreis ereigneten sich 1744 auf den Autobahnen. In den 29 Orten und auf Land- und Bundesstraßen waren es 7608. Sprich: 18,6 Prozent der Unfälle im Landkreis geschahen auf Fernstraßen.

9352 Unfälle bedeuten aber nicht, dass die Straßen im Landkreis Unfallherde sind. Zum Vergleich: In München krachte es 2017 45 454 Mal. Allerdings sind in München 871 938 Autos gemeldet, im Landkreis nur 284 310. Die Quote im Landkreis ist also höher, dafür gibt es in der Landeshauptstadt deutlich mehr Unfälle.

Rubriklistenbild: © dpa

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