Die Eltern in Aying müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren steigen.
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Die Eltern in Aying müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Gebühren steigen.

Ayinger Gemeinderat hält maßvolle Steigerung für unvermeidlich

Kitagebühren steigen um zehn Prozent

  • Wolfgang Rotzsche
    vonWolfgang Rotzsche
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Auf den ersten Blick erscheint die Erhöhung der Kitagebühren in Aying schon recht hoch. Aber die Gemeinderäte hatten ach eigenem Dafürhalten keine andere Wahl.

Aying – Den Verantwortlichen im Ayinger Rathaus ist es nicht leicht gefallen, an der Stellschraube für die Kitagebühren zu drehen. Fakt ist: Es wird teurer für die Erziehungsberechtigten. Zum neuen Kita-Jahr 2021/2022 steigen die Gebühren um zehn Prozent. Bürgermeister Peter Wagner (CSU) betont im Gespräch mit unserer Zeitung, dass im Vorfeld des Beschlusses im Gemeinderat die Vertretungen der Kitas und der Eltern angehört worden sind. Auch der Sozialausschuss habe dazu öffentlich getagt. „Wir erhöhen unsere Gebühren verträglich“, sagte Wagner. „Wir haben auch die aktuelle Pandemielage und die finanzielle Situation der Eltern berücksichtigt.“ Aber das Problem sei einfach, dass die finanzielle Deckung nicht mehr gegeben sei.

Bürgermeister Wagner zählt als Beispiele die Personalkosten (Stichwort Großraumzulage) und die Investitionen auf: „Gebäude kommen in die Jahre; Strom und Wasser werden teurer.“ Unterm Strich müssten die Eltern auch einen Teil mittragen, den die Kommune zu berappen hat. Offenbar zeigten die Elternvertreter dafür Verständnis: „Wir haben auch wirklich viel Zeit dafür verwendet, um mit allen Seiten zu sprechen. Die Gebührenerhöhung haben wir nicht aus dem Ärmel geschüttelt, sondern wir konnten sie auch klar erklären.“ Die letzte Gebührenerhöhung sei 2015 gewesen, lässt das Gemeindeoberhaupt wissen. Jetzt sei geplant, ab 2023/2024 eine dynamische Erhöhung vorzusehen. Jährlich könnten dann die Gebühren um die zwei Prozent angehoben werden: „Dann sind die Eltern nicht so sehr belastet.“ Außerdem würde es dann auch gerechter sein, weil dann alle Erziehungsberechtigten einen finanziellen Anteil daran haben. Sonst lägen mehr Jahre dazwischen keine Erhöhungen und dann treffe es mal jene schon, mal jene nicht.

Eine Hintertür hat sich der Gemeinderat dabei auch offen gehalten. Dieses Procedere kann unterbrochen werden, wenn die Erhöhung schlicht und ergreifend nicht notwendig wäre. Die dynamische Erhöhung kann aber auch nach oben hin aufgebrochen werden, wenn die Differenz zwischen Gebühreneinnahmen und Ausgaben zu groß wird.  wjr

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