Der „Hanneshof“ in Kleinkarolinenfeld war das Zuhause von Johann Baptist „Hans“ Hubert. Das Bild zeigt Vorfahren des Verstorbenen Ende des 19. Jahrhunderts vor dem Hof.
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Der „Hanneshof“ in Kleinkarolinenfeld war das Zuhause von Johann Baptist „Hans“ Hubert. Das Bild zeigt Vorfahren des Verstorbenen Ende des 19. Jahrhunderts vor dem Hof.
Fest verwurzelt in der Heimat war „Hans“ Hubert, der nun verstorben ist.
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Fest verwurzelt in der Heimat war „Hans“ Hubert, der nun verstorben ist.

Nachruf

Kleinkarolinenfeld trauert um den „Hannesbauern“

Aying - Nicht nur in Kleinkarolinenfeld („Kleinkaro“), Gemeinde Aying, ist die Trauer groß um Johann Baptist „Hans“ Hubert. Der „Hannesbauer“ ist im Alter von 80 Jahren verstorben.

Die Familie Hubert ist wohl im Jahr 1887 aus Oberfranken nach Kleinkarolinenfeld zugewandert. Die Waldarbeit hat in vielen Familien von Kleinkarolinenfeld eine lange Tradition, ja, sie geht bis in die Gründerjahre um 1802 zurück. So wundert es nicht, dass auch die Huberts dieser Arbeit nachgegangen sind, und das bis heute.

Huberts Vater begann 1955 mit dem gewerblichen Holzeinschlag. Ab 1973 dehnte der nunmehr verstorbene Johann Baptist „Hans“ Hubert den Tätigkeitsbereich auf ganz Oberbayern aus. 1990 stieß dessen Sohn Thomas Hubert ins Familienunternehmen zu und ergänzte die Tätigkeitsfelder mit modernster Harvestertechnik. Die Umstellung führte zu einer professionellen Wirtschaftsweise im Wald.

Brennholzhandel und Landwirtschaft

„Hans Hubert baute neben dem landwirtschaftlichen Betrieb und dem gewerblichen Holzeinschlag eine Holzhandlung auf. Den Brennholzhandel betrieb er höchstpersönlich bis kurz vor seinem Tod“, weiß Ayings Bürgermeister Hans Eichler (59), der in unmittelbarer Nähe zu Huberts lebt. Bis zuletzt kümmerte sich der Verstorbene intensiv um die Pflege und Erhaltung der Mariengrotte in Kleinkarolinenfeld.

„Das tat er vor allem auch deshalb, weil bereits der Vater als Dank für eine gesunde Kriegsheimkehr der Muttergottes gelobt hatte, sich um den Erhalt der Grotte in Kleinkarolinenfeld zu kümmern. In diese Verpflichtung trat später auch der Sohn ein“, berichtet Eichler.

Wichtig waren dem Verstorbenen auch das Vereinsleben und die Geselligkeit. Als Mitglied bei den „Almenrauschschützen Kreuzstraße“ war er immer wieder ein gern gesehener Gast beim „Barte-Wirt“. Die Kreuzstraße und das Hubertsche Anwesen liegen nur einige hundert Meter weit auseinander.

Immer bei der Feuerwehr anzutreffen

Seit 1953 war Johann Baptist auch stets bei der Feuerwehr Helfendorf anzutreffen. Nach Beendigung seines aktiven Dienstes besuchte er die Feuerwehr weiterhin regelmäßig bei vielen Veranstaltungen. Meist kam er dann gleich zusammen mit seinen Nachbarn Isidor Altenweger und Johann Eichler sen., um bei Jahrtagen, Jubiläen oder Beerdigungen Präsenz zu zeigen.

Vizebürgermeister Josef Bachmair (62) ist in Kreuzstraße aufgewachsen und lernte Hubert als einen Menschen kennen, „der in seiner Heimat tief verwurzelt war“.

Sehr wichtig war dem Verstorbenen seine Familie. Auch sei er mit Leib und Seele Landwirt und Holzhändler gewesen, sagt Bachmair. „Hans Hubert konnte mit Menschen umgehen“, betont der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Aying. „Er hatte seine eigene Meinung, die er auch entsprechend vertrat.“ Sehr interessiert war Johann „Hans“ Hubert auch an der Kommunalpolitik, und er unterstützte er viele Vereine als Gönner. In Kleinkarolinenfeld und darüber hinaus werden sie dem „Hannesbauern“ ein ehrendes Andenken bewahren. 

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