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Carla Spindler hat ein klares Ziel vor Augen. 

Carla Spindler kandidiert in Aying 

Lehrerin will Bürgermeisterin werden

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Als fünfte im Bunde will Carla Spindler ihren Hut in den Ring werfen. Die 49-Jährige möchte Bürgermeisterin von Aying werden.

Aying – Eine Partei oder Gruppierung steht nicht hinter ihr. Deswegen hat sie nicht nur die Aufstellungsversammlung am Montag zu meistern: „Als unabhängige und parteilose Bewerberin organisiere ich meine Bewerbung als Bürgermeisterin in Eigenregie und habe – anders als die anderen Bewerber – noch die Hürde von 120 Unterstützerunterschriften im Januar 2020 zu schaffen.“

Unbekannt ist sie nicht in Aying. Einen Namen hat sich Spindler gemacht, als es um den Bürgerentscheid gegen das Mischgebiet in Großhelfendorf ging. Seit über 20 Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Großhelfendorf. Sie ist Mutter von drei Töchtern und Lehrerin an der Erich-Kästner-Mittelschule in Höhenkirchen. Zu ihren Beweggründen, das Bürgermeisteramt einzunehmen, erklärt sie auf Anfrage desMünchner Merkur: „Unsere Töchter sind erwachsen, finanziell sind mein Mann und ich abgesichert. Meine Enkelin macht mir sehr viel Freude, mein Beruf macht mir (fast) immer Spaß. Ich könnte also entspannt in eine ruhige Zukunft schauen.“

Die gebürtige Höhenkirchnerin fühlte sich von Anfang wohl in der Gemeinde Aying und engagierte sich im Elternbeirat und Helferin bei Projekten. „In den vergangenen 22 Jahren haben wir viele Freunde gewonnen, meine Kinder sind hier aufgewachsen. Wir und unsere Kinder haben hier unsere Heimat gefunden. Durch meine jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeindebücherei Aying, durch die Organisation des diesjährigen Stadtradelns, durch die Begleitung der Arbeitsgruppe Photovoltaik der Aktion 29plusplus, durch regelmäßigen Besuch der Gemeinderatssitzungen merke ich immer wieder meine Lust am Gestalten, Organisieren und Menschen zusammenbringen.“

Wunsch nach einer fairen Bewerbung

Und auch der Bürgerentscheid war für ihre Entscheidung mit ein Grund. Seitdem wisse sie, „dass ich Sinnvolles bewegen kann und möchte.“ Mit ihren Mitbewerbern habe sie sich schon in Verbindung gesetzt. Auch sie wünsche sich keinen Wahlkampf, „sondern eine faire Bewerbung“. Mehrere Themenkomplexe sind es, die sie beackern möchte. Neben Soziales und Wohnen sind dies die Verkehrspolitik, Gewerbe, Handwerk und Landwirtschaft. Andere Ideen treiben sie auch um: „Inwiefern kann Aying in eine eigene kommunale Stromversorgung einsteigen? Wenn Windräder im Hofoldinger Forst auf Ayinger Gemeindegebiet entstehen und in den nächsten Jahren die EEG-Umlagen wegfallen, könnte die Gemeinde als Betreiber auftreten.“ Spindler denkt auch über einen stärkeren kommunalen Wohnungsbau nach. Und über eine Verbesserung der Infrastrukturen.

Aufstellungsversammlung

Die Aufstellungsversammlung von Carla Spindler als parteilose und unabhängige Kandidatin ist am Montag, 14. Oktober, um 19 Uhr in der „Osteria Italiana Zur Post“ Peiß.  wjr

Weitere Kandidaten sind

Christine Squarra (Grüne), Erich Leiter (SPD) und Peter Wagner (CSU). Noch nicht nominiert, aber bekannt ist, dass Hermann Oswald für die PWH ins Rennen gehen soll.

Lesen sie auch: CSU Aying stellt Bürgermeister-Kandidat auf: Wagner will’s wissen

Im Überblick:Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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