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Christine Squarra will Bürgermeisterin von Aying werden

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Von: Wolfgang Rotzsche

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Selbstbewusst: Christine Squarra.
Selbstbewusst: Christine Squarra. © mmh

Die Ayinger Grünen wagen sich als erste aus der Deckung. Christine Squarra ist ihre Bürgermeister-Kandidatin.

Aying – Christine Squarra will Bürgermeisterin von Aying werden. Bei der Nominierungsveranstaltung erhielt die 50-Jährige volle Unterstützung von den Mitgliedern des Grünen-Ortsverbandes und der Sympathisanten. Im Salettl des Ayinger Kastanienhofs herrschte optimistische Stimmung. „Die Zeit für die Grünen ist gut“, erklärte Christoph Nadler, Sprecher der Grünen-Fraktion im Kreistag. Das sieht auch Paul Vorsatz so, der den Grünen-Ortsverband vor fünf Jahren und fünf Monaten mitgegründet hat. „Wir sind aktive Menschen, die etwas bewegen wollen.“ Waren es damals vier Mitglieder, so hat der Ortsverband heute elf. Nicht viele, aber trotzdem sind sich die Grünen sicher, Bürgermeister Hans Eichler im Mai 2020 zu beerben.

Eichler wird nach 24 Jahren aufhören. Und es soll nicht nur Christine Squarra Bürgermeisterin werden. „Wir wollen ein tolles Wahlergebnis und brauchen Menschen, die uns unterstützen“, sagte Squarra. Sie spielte auf den Gemeinderat an, dem Squarra und Andreas Wolf seit 2014 angehören. 2020 wird es nicht mehr 16, sondern 20 Gemeinderatsmitglieder in Aying geben. Die Grünen hoffen auf eine starke Fraktion.

Gemeinde als Vorbild bei Umweltthemen

Eines stellte Squarra klar: Nicht alles, was bisher im Gemeinderat entschieden worden ist, war schlecht. Nein, es gab viel Gutes. Aber sie wünscht sich ein stärkeres Miteinbeziehen der Bevölkerung. Ihre Devise: „Anders machen, nein, aber das Wie ist entscheidend.“ Und sie gab auch ein Beispiel an. „Die Bürger geben zwar alle sechs Jahre ihre Stimme ab“, aber sie würden auch unter der Zeit mitbestimmen wollen. Das habe der Bürgerentscheid gegen die Gewerbeansiedlung in Großhelfendorf gezeigt. Die Gemeinde habe das Thema zu spät angepackt, um damit in die Öffentlichkeit zu gegen.

Bei den Umweltthemen vermisst Squarra die Vorbildsfunktion der Gemeinde. Sie möchte ein eigenes Beschaffungswesen einführen und das Bieterverfahren für gemeindeeigene Grundstücke anders gestalten. Barrierefreiheit müsste besser ermöglicht werden. Und ein Jugendrat wäre ein Punkt, den die Dürrnhaarerin schnell einführen möchte. „Ich möchte den Jugendlichen mehr Stimme geben.“

Sie spürt im Ort den Wunsch nach Veränderung

Ein eigenes Wahlprogramm hat Squarra schon im Kopf, dieser Tage soll eine eigene Homepage online gehen. Einen Wahlaufsteller haben die Grünen schon. Die Überschrift lautet „Gemeinsam Zukunft gestalten für“; darunter bilden die 19 Ortsteile der Gemeinde Aying mit ihren Ortsnamen einen Baum. Christine Squarra wird abschließend mit den Worten „mutig – kompetent – erfahren“ beschrieben. Sie selbst spüre in der Bevölkerung „den Wunsch nach Veränderung, die richtigen Dinge anders zu machen“. Sie möchte Antworten finden, die die Zukunft betreffen. Dafür brauche sie ein gutes, starkes Team. Trotzdem, das gab Paul Vorsatz unumwunden zu: „Christine ist die Treiberin unseres Ortsverbandes. Sie steht für die Zukunft, für die ganze Gemeinde.“

Christine Squarra hat eine 27-jährige Tochter und Zwillingssöhne (17). Gelernt hat sie Einzelhandelskauffrau bei Kaut Bullinger, später hat sie an der Fernuni in Hagen Psychologie studiert und mit dem Bachelor abgeschlossen. Für die Grünen sitzt sie seit 2014 im Gemeinderat. Sie ist von Anfang an Sprecherin des Ortsverbandes und seit zwei Jahren Mitglied im Vorstand des Grünen-Kreisverbandes. Seit Juli 2016 ist sie für einen Grünen-Abgeordneten als wissenschaftliche und persönliche Referentin im Bereich Bildung tätig. 

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