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Kopfschütteln im Gemeinderat: Friedhofsbesucher klauen Gartenschlauchteile

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Von: Wolfgang Rotzsche

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Neu Gießkannen wurden gegen alte ausgetauscht. SymbolFoto:: Ralf Kruse
Neu Gießkannen wurden gegen alte ausgetauscht. Symbolfoto: © Ralf Kruse

Kopfschütteln löst ein Fall auf dem Kleinhelfendorfer Friedhof bei Ayings Rathauschef Peter Wagner aus. Dort sind jetzt zweimal Gartenschlauchkupplungssysteme entwendet worden: „Das finde ich eine Frechheit.“

Kleinhelfendorf – In diesen Tagen brauchen auch die Blumen auf den Friedhöfen deutlich mehr Wasser. Damit es die Menschen nicht so weit haben, im gemeindlichen Friedhofsteil an Wasser zu kommen, wurde vom Bauhof eine Wassertonne gut sichtbar und gelegen aufgestellt, um daraus Wasser zu schöpfen. Diese Tonne muss natürlich regelmäßig wieder befüllt werden, mit einem Schlauch. Und dafür braucht es nun mal ein gängiges Kupplungssystem.

Bauhofmitarbeiter sind alarmiert

„Und das wurde uns nun schon zum zweiten Mal geklaut“, so Wagner. Sein Bauhofmitarbeiter habe ihn darüber informiert. „Wir haben uns gedacht, wir tun den Grabbesuchern etwas Gutes, damit sie auf kurzem Weg die Gräber mit Wasser versorgen können.“

Seine Konsequenz daraus ist klar und kurz formuliert: „Diejenigen, die das gemacht haben, sollen das in Zukunft sein lassen.“ In einem Baumarkt sind solche Kupplungssysteme für wenige Euro zu bekommen. Leider ist das nicht das erste Mal, dass es zu unliebsamen Aktionen auf dem Friedhof gekommen ist, berichtet der Bürgermeister.

Im vergangenen Jahr schon ein Ärgernis

Im vergangenen Jahr wurden die Gießkannen ausgetauscht. Diese Aktion nahmen dann manche Besucher zum Anlass, um mit ihren alten Gießkannen von zu Hause auf den Friedhof zu gehen und diesen dann mit einer neuen Gießkanne zu verlassen: „Auf einmal hatten wir die alten Gießkannen.“ Das Tauschsystem sei hier völlig missverstanden worden.

Das ist keine Kleinigkeit

Bürgermeister Wagner ist nicht einer, der gleich wegen jeder Kleinigkeit auf die Barrikaden geht: „Aber das finde ich schon sehr erbärmlich, wenn auf dem Friedhof etwas abhandenkommt, weil das eine oder andere Stück zu Hause zu gebraucht werden kann.“ Deswegen nochmals die klaren Worte des Ayinger Gemeindeoberhaupts: „Finger weg!“

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