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Starkregen könnte den Löschweiher wegspülen. So lautet die Befürchtung des Eigentümers.

Offizielle Erlaubnis für Löschweihersanierung steht noch aus

Starker Eingriff ins Biotop

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Wenn im Ayinger Gemeinderat das Wort „Schwarzbau“ in den Mund genommen wird, ist es ernst.

Aying –Dass vor Spielberg unerlaubt am Wolfgraben Arbeiten stattgefunden haben, missfiel dem Gremium ganz gewaltig. Dritter Bürgermeister Anton Arnold (CSU) zeigte kein Verständnis, im Nachgang etwas zu genehmigen, was zu zwei Dritteln bereits fertig ist. Er zog in Zweifel, „ob sich die Gemeinde das gefallen lässt“. Bert Nauschütz (SPD) erinnerte, dass es in Loibersdorf nicht das erste Mal sei, dass die Gemeinde vor vollendete Tatsachen gestellt werde.

Um was geht es konkret? Der Wolfgraben ist ein sogenanntes Gewässer dritter Ordnung, ein Löschweiher. Die Zuständigkeit liegt bei der Gemeinde. Im Sommer 2017 haben die Eigentümer von Spielberg begonnen, ein Stück des Baches zu verrohren und Bäume zu fällen. Ein starker Eingriff in das Biotop. Am 5. Juli 2017 hatte das Landratsamt München einen Baustopp verhängt. Hierzu wurde auch die Gemeinde Aying um Stellungnahme gebeten.

Peter Wagner (CSU) zeigte Verständnis für die Verrohrung, da der Eigentümer damit mehr Sicherheit bei einem Starkregenereignis schaffen möchte: „Das ist nicht aus Jux und Tollerei entstanden.“ Bürgermeister Hans Eichler (PWH) erklärte, die Gemeinde sei gefragt, ob sie sich damit einverstanden zeigt, dass sie nicht mehr für dieses Teilstück des Wolfgrabens zuständig ist: „Denn durch die Verrohrung entsteht ein technisches Bauwerk, dass der Privateigentümer errichtet hat. Er muss dafür auch die weitere Zuständigkeit haben.“ Also muss bei ihm die Unterhaltspflicht liegen. Der Gemeinderat stimmte Eichlers Vorschlag zu, dass er prinzipiell Zustimmung zu diesem Bauvorhaben signalisiert. Es müsse aber die Zulässigkeit geprüft werden. Weiterhin fordert die Kommune einen Ausgleich für die Eingriffe in die Natur.

Im Landratsamt gehen derzeit alle Fäden zusammen. Bereits am 13. Juli 2017 wurden die Eigentümer aufgefordert, einen entsprechenden Antrag für die Verrohrung zu stellen. Wie Christina Walzner von der Pressestelle erklärt, fand dann ein Ortstermin statt. Den Antrag auf „wasserrechtliche Plangenehmigung“ erhielt das Landratsamt jetzt erst vor einem Monat.

Beteiligt sind im Verfahren neben der Gemeinde Aying das Wasserwirtschaftsamt München, die Fachberatung für Fischerei und die Untere Naturschutzbehörde. Letztere „wird im aktuell laufenden Wasserrechtsverfahren einen Ausgleich für die Biotopbeeinträchtigung fordern“, sagte Walzner. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg sieht in der Fällung der Bäume keinen Verstoß gegen das Waldgesetz, „wenn die Fläche, wie geplant, innerhalb der nächsten Jahre wieder aufgeforstet wird.“ Noch wartet das Landratsamt auf alle Stellungnahme, um zu entscheiden.

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