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In der Ebersberger Sportalm im Waldsportpark richten sich die „Bastards“ ein.

Motorradclub zieht um

„Bastards“ verlassen Aying

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Der Motorradclub „Bastards MC“ verlässt Aying und zieht nach Ebersberg. Dort werden die Jungs misstrauisch beäugt.

Aying - An den Stammtischen wird über die Nachbarn diskutiert. Schließlich klingt der Name „Bastards“ nicht gerade vertrauenserweckend, sagt Ebersbergs derzeit amtierender Bürgermeister Josef Riedl (CSU) sinngemäß. Bei ihm seien aber bisher „keine negativen Aussagen“ eingetroffen. Das kann auch Ayinger Bürgermeister Johann Eichler bestätigen. „Es hat nie Probleme gegeben, ganz im Gegenteil“, trotz des Namens, betont er. „Es ist auch mal gut, wenn man positiv überrascht wird“, sagt er.

Gemütlich einrichten

Derzeit sind die „Bastards“ dabei, sich in der Sportalm gemütlich einzurichten. „Das sind nette Leute. Die gehen in die Arbeit und fahren gerne Motorrad“, betont Lettl. Und Riedl ergänzt: „Die wollen sich da treffen und im Garten sitzen.“ Ein Gastronomiebetrieb sei nicht geplant, meint Präsident Charly Schwarz. „Wir haben keine Schanklizenz. Das ist eher szenebezogen. Aber wenn jemand mal vorbeikommen will, dann geben wir ihm halt ein Bier.“

TSV: Mütter sind „verängstigt“

Sehr skeptisch steht Martin Schedo, Vorsitzender des TSV Ebersberg, der neuen Nachbarschaft gegenüber, obwohl er „niemanden vorverurteilen“ wolle. „Fakt ist, dass der TSV äußerst unglücklich darüber ist, dass uns die Brauerei Forsting in das große Sportgelände einen Rockerclub eingemietet hat“, meint er. Er bedauert, dass es vorher kein Signal an den Sportverein oder die Stadt gegeben habe, „um eine verträglichere Lösung zu finden. Unter Umständen hätte sich die Stadt dann Gedanken machen können zusammen mit dem TSV“. Die Mütter der kleinen Fußballkinder seien „etwas verängstigt“. Schedo: „Wir werden schauen, dass wir die Kleinen wieder mehr im Jugendstadion trainieren lassen.“ 

Er könne „die Menschen noch nicht einschätzen. Es soll aber demnächst ein Treffen stattfinden“, sagt er über eine bevorstehende Kontaktaufnahme mit den „Bastards“. Die neue Situation sei enttäuschend. „Wir hatten aus der Vergangenheit heraus ein gutes Verhältnis zur Brauerei.“  

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