Nicht jeder Berg ist auch der richtige

Neue Straßennamen sorgen für Diskussion

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Straßenbenennungen sind bekanntlich eine heikle Angelegenheit. So verwundert es nicht, dass es bei diesem Thema auch im Ayinger Gemeinderat zu Diskussionen kam.

Aying – Noch recht einfach war es, für das neue Baugebiet im Nordosten von Großhelfendorf ein Abstimmungsergebnis zu bekommen. Hier soll einfach die Römerstraße verlängert werden. Darüber bestand Konsens. Somit wird auch der neue Supermarkt die Römerstraße als Adresse haben.

Im neuen Baugebiet im Nordwesten Großhelfendorfs soll die bereits bestehende Hirschbergstraße als Ring erweitert werden. „Das ist sinnvoll“, war nicht nur die Meinung von Johann Lechner (CSU). Doch zwei weitere Straßen musste dann noch mit einem Namen versehen werden: ein „Straßenstummel“ und eine Einbahnstraße.

Von Seiten der Verwaltung wurden Wendelsteinstraße und Breitensteinstraße vorgeschlagen, da in dieser Ecke schon mehrere Berge Erwähnung gefunden haben. Bürgermeister Hans Eichler (PWH) hatte sich allerdings wenige Tage vor dem Sitzungstermin die Mühe gemacht und war zum Bauland gefahren, um von dort die in Sichtweite gelegene Bergewelt zu betrachten. Sein Fazit: „Wendelstein und Breitenstein sind von dort nicht zu sehen.“ Er schlug vor, jene Berge als Namensgeber zu verwenden, die auch einen direkten Sichtbezug haben. Deswegen brachte er Jägerkamp und Brauneck ins Spiel.

Auf Jägerkampstraße für die Einbahnstraße hatte man sich schnell geeinigt. Mit dem Brauneck wollte sich das Gremium für den Straßenstummel aber nicht anfreunden. Der Name könnte manchem Anwohner aufstoßen, hieß es. Auch der Schliersberg fiel durch. „Da denk ich gleich an die greisliche Alm dort. Das geht gar nicht“, sagte Andreas Eder (PWH). Also präsentierte Eichler als Vorschlag, die Benediktenwand, „weil man sie von dort sehr schön sieht“. „Benediktenwandstraße“ – damit konnte sich die Mehrheit im Gemeinderat dann letztlich identifizieren.

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