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Pop-Up-Treffen: Die Jugendlichen erobern die Ayinger Ortsteile

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Von: Laura May

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Unkompliziert entspannen beim Jugendcafé in Aying. Hier: Initiatorin Nadja Maki mit Tochter Bessie.
Unkompliziert entspannen beim Jugendcafé in Aying. Hier: Initiatorin Nadja Maki mit Tochter Bessie. Foto: Laura may © Laura may

Das Pop-Up-Jugendcafé, diesmal in Großhelfendorf, wird sehr gut angenommen. Die Idee für den originellen Ansatz hatte Nadja Maki vom WIR Werk.

Aying – Sommerhits schallen über den Großhelfendorfer Dorfplatz. Rund 40 Jugendliche wuseln herum, trinken Bubble-Tee und essen Hotdogs, spielen Volleyball oder sitzen mit zusammengesteckten Köpfen in kleinen Gruppen herum. Seit mehreren Wochen läuft das Pop-Up-Jugendcafé, mit wechselnden Stationen in Aying, Dürrnhaar und Großhelfendorf. Immer mit dabei: der ausgebaute Bus von Nadja Maki, der als Küche, Stromquelle und Aufenthaltsraum dient. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Gemeinde Aying, der kommunalen Jugendpflege, dem Kreisjugendring München-Land und dem gemeinnützigen WIR Werk, das von Nadja Maki ins Leben gerufen wurde.

Bürgermeister repariert stante pede Gestell der Hängematte

Auch Bürgermeister Peter Wagner (CSU) schaut bei dem bunten Treiben vorbei – und wird gleich eingespannt. Mit hochgekrempelten Ärmeln repariert er schnell das Gestell einer Hängematte. „Ich finde es super, dass so viele zu den Jugendcafés kommen“, sagt er. „Wenn du den Kindern keinen Raum gibst, suchen sie sich was anderes und du hast keine Kontrolle mehr.“

Ukrainische Kinder spielen Karten

Die Idee für Jugendarbeit in der Gemeinde hat die ehrenamtlich engagierte Nadja Maki schon länger. Durch Corona und bürokratische Prozesse hat sich die Verwirklichung gezogen. Umso mehr freut es sie, dass ihr Konzept jetzt so erfolgreich ist. Hier versammeln sich Jugendliche aus verschiedenen Ortsteilen der Flächengemeinde. Im Bus sitzt ein Tisch voller ukrainischer Mädchen, die Karten spielen. Maki weiß nicht genau, wie sie davon erfahren haben, und kann sich auch nicht mit ihnen unterhalten. Aber Hauptsache, sie sind da. Und: „Auch die Heimkinder kommen total gerne – die dürfen ja auch nicht einfach in die Stadt fahren.“

Das Mobile schafft Spontaneität

Das Besondere an dem Projekt ist die gute Zusammenarbeit zwischen KJR, Gemeinde und Ehrenamt. Bürgermeister Wagner freut vor allem die Verbindung, die hier zwischen den Jugendlichen verschiedener Ortsteile geschaffen wird. Durch die Mobilität des Projekts entstehen Leichtigkeit und Spontaneität, Jugendliche können niederschwellig und ohne Anmeldung dabei sein. „Der Raum ist so offen, da kann sich jeder seine Ecke suchen“, sagt Jugendpflegerin Lena Schuster.

Ob das Jugendcafé langfristig finanziert wird, ist noch unklar. Jetzt läuft es mal sechs Wochen, danach wir weitergeplant. „Mir macht das jedenfalls voll Spaß“, sagt Maki. LAURA MAY

Weiter Termine Jugendcafé

Im Juli gibt es noch einige Termin für Spiel, Spaß und Austausch: Donnerstag 21. und 28. Juli zwischen 16 und 20 Uhr am Dorfplatz (Dorfstraße) in Großhelfendorf, Samstag 16.-, 23.- und 30. Juli zwischen 16 und 20 Uhr beim Altenheim (Franz-Inselkammer-Straße) in Aying und Sonntag 17., 24. und 31. Juli zwischen 14 und 18 Uhr am Kindergarten (Kirchfeldstraße) in Dürrnhaar. Interessierte finden das Jugendcafé durch den großem „Haltestelle“-Bus und Musik.

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