Neues Portal unterstützt regionale Erzeuger

Jeder Bissen mit gutem Gewissen

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Regionale Produkte liegen im Trend. Seit Kurzem gibt es eine Online-Plattform, auf der regionale Erzeuger aus dem Landkreis gelistet sind. Damit will das Landratsamt die Wirtschaft vor Ort stärken und Treibhausgase reduzieren.

Landkreis – Die Landkreis-Tour für die regionale Brotzeit beginnt in Taufkirchen. Beim Laubharthof kriegt man ein Bauerngeräuchertes aus der betriebseigenen Selchkammer. Anschließend geht es weiter nach Aying. In der Mühlenbäckerei backen die Mitarbeiter Brot mit Getreide aus der Region. Und abschließend kann man sich vom Holzerhof in Ismaning einen regional abgefüllten Apfelsaft holen. Wer mag, bekommt dort auch einen Obstgeist.

Regionale Produkte liegen im Trend. Viele Menschen kaufen ihr Fleisch und Gemüse lieber beim Bauern aus dem Nachbardorf als im Supermarkt, wo im Ausland produzierte Waren in den Regalen liegen. Der Landkreis bündelt nun mit einem neuen Online-Portal Anbieter regionaler Produkte aus Schäftlarn bis Garching. Damit sollen Verbraucher und Erzeuger möglichst unkompliziert miteinander in Kontakt kommen.

Unter dem Portal „Regionales Bayern“ finden Interessierte zahlreiche Möglichkeiten, Lebensmittel vor Ort zu kaufen. Etwa erfährt man, wo man im Landkreis selbst Weihnachtsbäume schlagen kann oder welche Restaurants mit regionalen Zutaten kochen. Derzeit sind auf dem Portal 26 Ab-Hof-Verkäufer, Bauernmärkte oder Gasthöfe mit Adresse und Angeboten gelistet. Jeder kann sich kostenlos eintragen lassen und seine Produkte präsentieren.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) pflegt das Regionalportal im Auftrag des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums. Es ist ein Teil der Kampagne „regional – fair – bio“, die der Kreistag im vergangenen September beschlossen hat. Damit will der Landkreis die Vermarktung regionaler, biologischer und fair gehandelter Produkte unterstützen, zu einer klimafreundlichen Ernährung beitragen und die Landwirtschaft vor Ort stärken.

Evelyn Reisner vom Landratsamt betreut das Projekt. Sie sagt, regionale Kreisläufe würden Kaufkraft vor Ort erhalten, die Wertschöpfung beim Erzeuger stärken und Arbeitsplätze sichern. „Wer nebenan einkauft, leistet einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Region.“ Für Reisner ist aber Klimaschutz ein wichtiger Punkt, wenn es um Regionalität geht.

Laut dem Bundesumweltministerium verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich 500 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr (ohne Getränke) und verursacht dadurch auch Treibhausgase. Insgesamt stößt der private Konsum (mitsamt Produktion der Lebensmittel) so viele Emissionen aus wie die Mobilität in Deutschland.

Der Landkreis hat sich mit seiner Initiative „29+++“ das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 auf rund sechs Tonnen pro Kopf zu halbieren. Reisner sieht dafür auch viel Verbesserungspotenzial beim Thema Lebensmittel. Sie meint, dass das neue Regionalportal einen Anreiz schaffe, Verhaltensmuster kritisch zu hinterfragen. „Daran gewinnt nicht nur der Einzelne, sondern der ganze Landkreis.“

Die Homepage

mit der Übersicht aller regionaler Anbieter ist zu finden unter www.regionales-bayern.de/gutesausdemlandkreis-muenchen

Rubriklistenbild: © Screenshot: Regionales-Bayern

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