Wimbledon-Siegerin und Ex-Graf-Rivalin mit nur 49 Jahren gestorben

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Alles aus Holz auf etwa 2000 Quadratmetern: Der neue Spiel-Stadl ist ein Paradies auch bei schlechtem Wetter. Besonders die Riesen-Rutsche zieht an.

Bergtierpark Blindham

Schlaraffenland mit Spiel-Stadl

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Aying -  Das Konzept  geht auf: Ein Tag im Bergtierpark Blindham ist wie Urlaub für die ganze Familie. Ein Besuch. 

Josef Sedlmair junior ist hier der Chef. Vor zwölf Jahren verwirklichte er mit Ehefrau Michaela die Idee vom Freizeit- und Naturparadies. „Hier sind einfach die Voraussetzungen gegeben“, sagt der 40-jährige Land- und Forstwirt. Seine beiden Söhne, 14 und 16 Jahre alt, sind mit dem Park groß geworden. Das rund 20 Hektar große Gelände ist Familienbesitz, der ursprüngliche Bauernhof ist Basis und Herz des Ganzen. Mit den Haus-, Nutz- und Wildtieren fing alles einmal an. Und da Kinder viel Bewegung brauchen, fügte sich bald eins zum anderen.

Das Gelände ist ein Traum: inmitten des Voralpenlandes, nur etwa 30 Kilometern vor den Toren Münchens, mit herrlichem Panoramablick auf die Alpen. Tiere streicheln und gemeinsames Toben in der Natur: Stadt- wie Landkinder lieben das. „Und wenn die Sprösslinge ihren Spaß haben, sind auch die Eltern glücklich“, sagen die Sedlmairs und wollen genau das bieten.

Gleich vom Eingang aus blickt der Besucher vom leicht bergigen Terrain herab. Wie ein grüner Teppich liegt das Gelände zu Füßen. Die meisten Buben und Mädchen stürmen gleich los, um eines der Spielgeräte zu erkunden. Derweil mieten viele Eltern noch einen Bollerwagen für Proviant und weiteres Gepäck. „Auch müde Kinder wissen diesen Service zu schätzen“, sagt der Park-Chef und lacht. Vieles auf dem Abenteuer-Spielplatz hat eine eigene Dimension. Zehn-Meter-Schaukel, Trampolin, Hüpfkissen – alles ist so groß hier. Und davon gibt es noch viel mehr. Der Ausbau der Hof-Scheune zum Spiel-Stadl war ein Volltreffer. „Damit sind wir endlich vom Wetter unabhängig“, erzählt der Chef. Etwa 2000 Quadratmeter hat das großzügige Areal. Das meiste ist aus hellem Holz, duftet frisch, ist lichtdurchflutet. Vogelgezwitscher im Hintergrund. Wackelstege, Rampen und Hängebrücken führen auf drei Etagen bis zum Giebel – auf einer langen Rutsche geht‘s zurück. Die Jüngsten haben einen eigenen Bereich. Es gibt auch einen für Eltern. „Für sie stehen Relax-Liegen bereit, mit schönem Blick über den Park“, sagt Sedlmair lächelnd.

Julian (13) aus Gars am Inn und sein Freund Bastian (10) aus Sauerlach kommen gerne her. „Hier ist es so riesig, hier kann man toll Räuber und Gendarm spielen“, erzählt Bastian. Später will der Bub selbst einmal zur Polizei. „Aber auch die Riesenschaukel ist extrem cool“, findet der Basti. Einigen der freilaufenden Tiere im Park begegnen sie mit Respekt. „Man kann an den Hirschen direkt vorbei gehen, die sind schon sehr groß“, sagen sie beeindruckt. Auf Tuchfühlung mit dem Damwild geht es nur auf dem gut zwei Kilometer langer Rundweg. Dieser führt über Wiesen, durch Wald, entlang eines kleinen Moorpfads. In einzelnen Bereichen ist es möglich, dem Wild ohne Zaun zu begegnen.

In einem Gehege lebt dagegen Wildsau Eberhard mit einigen Artgenossen. Lässig hatte sich der Keiler ein Wellness-Schlammbad gegönnt, jetzt ist er müde und guckt verträumt in die Runde. Lächelnd schauen ihm die Besucher zu. Er hat schon Charme, der borstige Kerl. Ein großes Abenteuer erlebt der kleine Paul nur ein kleines Stück weiter. Erstmals in seinem Leben trifft der einjährige Bub auf einen Esel. Vorsichtig fasst er ihn an – vom sicheren Arm seines Vaters aus. Daniel und Daniela Rudolph heißen die Eltern, auch Schwester Lena (7) ist mitgekommen. „Wir schätzen die Natur ringsherum, es ist alles so schön angelegt“, lobt die Familie aus Germering. Zum dritten Mal sind sie nun schon hier.

Für das leibliche Wohl ist im Park-Cafe gesorgt. Auch an Selbstverpfleger ist gedacht, es gibt eine Picknickwiese und Grillplätze. „Nur Kohle und Fleisch müssen mitgebracht werden“, sagt Joseph Sedlmair. Für alle, die mit dem Auto kommen, hat er noch einen Tipp: „Ab voraussichtlich 22. August soll es auf der Staatsstraße 2078 in einigen Bereichen Bauarbeiten geben. Die Zufahrt zum Bergtierpark ist aber frei“ .

Kathrin Kohnke

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