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Die beiden Bürgermeisterkandidaten: Peter Wagner (li.) und Hermann Oswald.

CSU oder PWH

Fairness steht an erster Stelle

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Am Sonntag entscheidet es sich zwischen in Aying zwischen Peter Wagner (CSU) oder Hermann Oswald (PWH).

Aying – Eines ist sicher: Aying bekommt einen neuen Bürgermeister. Aber noch ist die Frage offen, ob es Peter Wagner (CSU) oder Hermann Oswald (PWH) sein wird. Hierüber wird in der Stichwahl am Sonntag entschieden.

Wagner hatte bei der Wahl am 15. März mit 35,9 Prozent (995 Stimmen) einen Vorsprung zu Oswald (32,0 Prozent / 888 Stimmen). Auch wenn Aying zwei Bürgermeisterkandidatinnen und drei -kandidaten hatte, so war zu allen Zeiten deutlich, dass es hier um eine Bewerbung, nicht um einen politischen Wahlkampf ging. Fairness dürfte wohl am besten das beschreiben, wenn es um die Nachfolge von Amtsinhaber Hans Eichler geht. Treffend formuliert es Peter Wagner: „Das Wichtigste ist, egal wer Bürgermeister bei uns wird, dass wir nach der Wahl wieder so zusammenarbeiten können, wie wir es auch schon zuvor gemacht haben.“ Wagner setzt in diesen Tagen auf die Sozialen Netzwerke, um die Wählerschaft für sich zu begeistern. In einem offenen Brief hat er dargestellt, wie er sich die Arbeit als Rathauschef in der Zukunft vorstellen möchte.

Hermann Oswald: „Hier ist Erfahrung und Souveränität gefragt“

Eines weiß Oswald schon: „Egal wer der Gewinner ist, er wird zusätzlich zu den bekannten Aufgaben, gewaltige Herausforderungen zu stemmen haben, die diese Pandemie zusätzlich mit sich bringen werden. Hier ist Erfahrung und Souveränität gefragt.“

Da sind die beiden gar nicht weit auseinander. Eher trennen sie noch Lebenserfahrungen. Peter Wagner ist 35 Jahre alt und ledig, Hermann Oswald 55 und bereits sechsfacher Opa. Und die politische Wiege, die beim Peißer Wagner bei den Christsozialen und beim Göggenhofener Oswald bei der Parteiunabhängigen Wählergemeinschaft liegt, wäre auch ein Unterschied, wie der, dass der eine aus der Altgemeinde Peiß und der andere aus der Altgemeinde Helfendorf stammt. Letztendlich wird es aber eine Frage des Geschmacks sein, wem die Wähler ihre Stimme geben.

Wagners Wunsch: Politik gemeinsam mit dem Bürgermeister

CSU und PWH gehören bei den Gemeinderatswahlen zu den Gewinnern. Sechs Sitze hat die CSU erzielt, fünf die PWH. „Zusammen mit der FWGA sind wir eine starke Kraft an parteiunabhängigen Bürgern, ohne Fraktionszwänge“, merkt Oswald an. „Für mich ein wichtiger Pfeiler für eine erfolgreiche Sachpolitik auf Kommunalebene.“ Wagner wünscht sich, „dass im Gemeinderat gemeinsam mit dem Bürgermeister Politik gemacht wird und nicht nur Vorschläge der Verwaltung angenommen werden. Ich bin für eine offene Diskussion auf sachlicher Ebene. Nur wenn man sich mehrere Standpunkte anhört und Dinge von vielen verschiedenen Seiten betrachtet und beleuchtet, kann man sich ein Urteil bilden.“

Doch vorerst gibt es ja noch die Stichwahl. Oswald: „Der Bürger hat nun die Möglichkeit, der Person seine Stimme zu geben, von der er überzeugt ist, dass er am besten seine Kommunalpolitik vertritt.“ 

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