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Blumenkinder: Ausgefallenen Haarschmuck bieten Kristina und Jennifer an.

Tausende Besucher pilgern nach Aying

Trachtenmarkt weckt Wiesn-Gefühle

Aying - Dirndl, Lederhosen und Kurioses aus alter Zeit: Trachtenfreunde waren am Wochenende richtig in Aying. Und davon gibt's viele.

Ein Parkplatz war am Sonntag am Ortseingang von Aying nur sehr schwer zu bekommen. Die Leute strömten zur Lagerhalle der Brauerei – als wäre gerade Wiesn und die Halle ein Wiesnzelt. Draußen standen Händler, die aber keine Schokoherzen verkauften, sondern Trachten und Trachtenzubehör. 

Drinnen: ein Riesengedränge. Zum achten Mal war Trachtenflohmarkt, Veranstalter: die Brauerei Aying. 

Während die Verkäufer, viele private, aber auch einige Händler, ihre Schürzen und Blusen zurechtlegten auf den Tischen. Maria Kufer aus Erding zum Beispiel, die aus alten Stoffen neue Loupschals und Taschen näht, oder die Taufkirchnerin Helga Zagler, die Hirschhorn-Knöpfe im Angebot hatte und Silberschmuck. 

Barbara Sedlbauer aus Markt Schwaben veräußerte die „vielen Trachtensachen“, die sie von der unlängst verstorbenen Schwägerin übernommen hat, darunter ein „100 Jahre altes Nachthemd“ oder eine „Pumphose“, die unterm Unterrock getragen wird. 

Hinten rechts im Eck stand derweil „der Wolfgang“ aus Freising und machte Werbung für die Kuhglocken, die es bei ihm außer Schuhen und Lederhosen zu kaufen gab: „Das ist einfach Bayern, das ist einmalig.“ 

So kämpfte man sich durch die Halle, versuchte gar nicht erst, vorzudringen bis zu den dicht umlagerten „Designer-Dirndln“ – und fand sich irgendwann wieder am Tisch von Maria Ruhdorfer aus Parsdorf, die geduldig erklärte, woran man eine richtige Erbskette erkennt, mit der das Mieder bei der Miesbacher Tracht geschnürt wird. 

Die Besucher: jedes Alter. Immer wieder steuerten Frauen mit einem Stoffknäuel unterm Arm in eine der Hallen-Ecken, um dort hinter irgendeinem Kleiderständer ein Dirndl oder eine Bluse zu probieren und sich dann Mann fotografieren zu lassen. Spiegel gab’s nämlich kaum. 

ak

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