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Selbst gemacht: Edith Bayer häkelt die kecken Mützen mit verschiedenen Muster selbst, manche bekommen auch einen kleinen Bommel.

Trachtenflohmarkt: Geschäft fällt ins Wasser

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Aying - Eine Woche nach der Wiesn einen Trachtenflohmarkt auf den Veranstaltungskalender zu setzen – das ist natürlich gewagt. Dann war bei der Ayinger Kirta auch noch das Wetter wenig freundlich – und die rund 25 Aussteller saßen oder standen an ihren Ständen voller Dirndln, Dirndlblusen, Lederhosen und Zubehör und hatten wenig zu tun.

 Schwierig war zudem, dass das Ganze im Freien stattfand, es also keine Möglichkeit gab, eine Bluse auch mal zu probieren, mal schnell in ein Gwand hineinzuschlüpfen. Die Lagerhalle, in der man sich beim Trachtenflohmarkt in diesem Frühjahr mehr durch die Gänge geschoben hat als dass man dort selbstbestimmt herumgehen konnte, war diesmal nicht verfügbar.

So sah man dann, während rund 2500 Besucher das Ochsenrennen verfolgten, die Münchnerin Maria mit tief ins Gesicht gezogener blauer Mütze recht einsam vor ihrer Auslage sitzen. Die hatte sie auf dem Boden auf einer ebenfalls blauen Plane drapiert: drei Kleider, von denen eins mehr Sommerkleid war als ein Dirndl, ein paar Bücher, etwas Schmuck. „Wissen Sie“, meinte sie, „die Leute gehen hierher eher mit dem Gedanken ans Bierzelt“. Schaute ein wenig trübselig auf ihre Kleider, sie sie selbst gern angehabt hat, „als ich noch ein bisschen schlanker war“. Daneben: die Lederhose vom Sohn, die dem auch nicht mehr passt. Kurz drauf packte gegenüber auch Inge aus Ingolstadt langsam ihre Sachen zusammen. Auch sie hat an diesem Tag „nicht so gut verkauft“, ihr Trachtenschmuck, die Taschen, die Gamsbärte und die Armbänder, die Broschen und Charivari-Anhänger (Grandln) waren im Frühjahr „super“ weggegangen – und hatten heute kaum Abnehmer gefunden. „Nach der Wiesn ist einfach kein so toller Termin“, meinte sie. 

Derweil erläuterte einem Gonzales Obregon an seinem Stand die Besonderheiten seiner teuersten Lederhose – aus der Werkstatt von Konrad Moser. 450 Euro kostete das Teil aus Hirschleder, mit besonderen Stickereien und Hirschhornknöpfen an den Seiten. 

Und Edith Bayer aus Mittenwald zeigte ihre „Feierabend-Kapperl“ her, die sie selbst häkelt, vorwiegend aus grauer und grüner Wolle – und die an diesem doch recht frostigen Tag einige Kunden gefunden haben. 18 Euro verlangte sie für eine Mütze und sagte, „Jeder, der ein bissl trachtig ist, kann das tragen.“ Dann dachte aber auch sie langsam ans Aufräumen.

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