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Amtseinführung: Dekan Martin Kurlitsch (l.) empfing von Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg die neue Aufgabe. 

Weihbischof führt Pfarrer Martin Kurlitsch in das Amt des Dekans ein

Den Christen ein gutes Beispiel geben

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„Wir sind Dekan.“ Dass Martin Kurlitsch die leitende Funktion im Dekanat Ottobrunn übernommen hat, erfüllt viele Gläubige aus dem Pfarrverband Aying-Helfendorf mit Stolz. Der katholische Priester wurde jetzt von Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg offiziell in sein Amt eingeführt.

Aying– Selbst für Außenstehende war klar, dass im Ayinger Gotteshaus an diesem Tag etwas Besonderes vor sich ging: ein Bischof im vollen Ornat, Bürgermeister Hans Eichler mit Amtskette, acht Fahnenabordnungen und voll besetzte Bänke in der Kirche St. Andreas. Ja, selbst die Gemeinderatssitzung wurde einen Tag vorverlegt.

Einen Dekan aus eigenen Reihen gab es zuletzt vor fast 50 Jahren. Von 1967 bis 1970 war Ayings Pfarrer Peter Gold Dekan des Dekanats Münchner Land. Kurlitsch war zuletzt Vizedekan. Mit dem Wechsel von Dekan Kilian Semel nach Haar war die Stelle ein Dreivierteljahr vakant. „Als bisheriger Stellvertreter habe ich praktisch die ganzen Aufgaben schon seit Sommer vergangenen Jahres übernommen“, sagt der 37-Jährige. „Daher konnte ich die Luft der Verantwortung schon etwas schnuppern und mich verstärkt ins Dekanat einbringen.“ Ende Dezember wurde er von den Wahlberechtigten zum Dekan bestimmt, im Februar erteilte Erzbischof Reinhard Kardinal Marx seine Zustimmung. Dessen Ernennungsurkunde wurde zu Beginn des Gottesdienstes verlesen.

Die Amtszeit des Dekans und seines Stellvertreters, Pfarrer Axel Windecker (47) aus dem Pfarrverband Unterhaching, läuft bis zum 7. Februar 2023. Weihbischof Graf zu Stolberg erläuterte anhand der Fragen zum Amtsversprechen, wie er die Aufgabe eines Dekans sieht. So soll dieser ein treuer Mitarbeiter des Erzbischofs und stets auf Einheit bedacht sein. Er soll sich um die Mitbrüder und pastoralen Mitarbeiter im Dekanat kümmern. Dabei hat ein Dekan auch eine Hirtensorge: „Er muss auch mal ein mahnendes Wort aussprechen, aber stets als Ermutigung.“ Weiterhin solle er ein waches Auge für die Menschen „um uns“, aber auch auf sich selbst haben.

Heutzutage ist es laut Weihbischof nicht mehr verständlich, dass sehr viele Menschen Christen seien. „Es ist wichtig, dass wir ein gutes Beispiel und Zeugnis als Christen geben“, sagte der Weihbischof. „Andere Menschen sollen merken, dass unter diesen Christen etwas Besonderes ist. Schließlich sind wir nicht nur ein Verein. In der Kirche geht es um eine höhere Wirklichkeit.“ Deswegen sei dies eine Aufgabe für alle getauften Christen.

Nach dem Amtseid war der Friedensgruß das äußere Zeichen der Einführung von Martin Kurlitsch als Dekan. Kurlitsch sieht in dem Vertrauen der Wahlberechtigten eine Ehre, dieses Amt zu bekleiden. Vieles, was ein Dekan zu erbringen habe, sei auch seine Aufgabe als Pfarrer: „Da sein für die anderen, die mir anvertrauten Menschen. Ich sehe das Dekanamt als Dienstamt. Das mir entgegengebrachte Vertrauen möchte ich nicht enttäuschen und im gegenseitigen Austausch offen sein für den Weg, der für das Dekanat Ottobrunn vor uns liegt.“ Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Sixthof auf das Wohl des neuen Dekans angestoßen.

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