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Ortsentwicklung

Was aus Aying werden soll

Aying - Wo stehen Aying und Peiß? Wie sollen sie sich entwickeln? Mit diesen Grundsatzfragen wurden die rund 70 Besucher der Ortsteilbürgerversammlung im Schalander der Ayinger Brauerei konfrontiert.

In Arbeitsgruppen sollten sich die Bürger Gedanken machen, wie ihre Meinungen zu Aspekten für den neuen Flächennutzungsplan sind. „Ich hatte richtig Bauchweh, dass es klappt“, sagte am Schluss frank und frei Bürgermeister Hans Eichler (PWH). Er zeigte sich erfreut über das konstruktive Miteinander, das in die weiteren Planungen einfließen wird. Schon seit Monaten gibt es die Bürgerbeteiligung, bevor der Vorentwurf überhaupt ins erste Verfahren geht. 

Martin Stadler aus Peiß bemängelte, dass die Ergebnisse der früheren Zusammenkünfte nicht eigens vorgestellt worden sind. Hier sei schon vieles geschehen. Immerhin wurde schon in einer Bürgerwerkstatt und einem eigenen Verkehrsworkshop intensiv beratschlagt, wie die Entwicklung der Gemeinde und seiner 19 Ortsteile in der Zukunft sein soll. Dabei hat der Gemeinderat eine ganz klare Vorgabe gemacht: Jährlich soll das Bewohnerwachstum nicht mehr als 80 Personen betragen. „Allein damit haben wir rein rechnerisch im Jahr 2030 über 6000 Einwohner in unserer Gemeinde“, stellte Eichler fest. Das sind 1000 mehr als heute. Es geht darum, wo in den Ortschaften nachverdichtet oder Bauland neu ausgewiesen werden kann. 

Bürgermeister Eichler betonte sein Credo, dass man versuchen müsse, die jungen Bürger in der Gemeinde zu halten. Deswegen brauche es auch Geschosswohnungsbauten, Mietwohnungen und Reihenhäuser, die noch finanzierbar sein müssen. Viele Wünsche aus der Bevölkerung kamen zutage, die nicht alle zwingend in den Flächennutzungsplan fließen können, wie beispielsweise Ruhebänke und Rückzugsorte. Auch dies seien „wertvolle Hinweise“, sagte Eichler. Andere Beiträge wiederum dürften eine Bestätigung der bisherigen Gemeindepolitik sein. So soll der schöne Ortskern in Aying erhalten bleiben. 

In Peiß machten sich die Bürger Sorgen darüber, was mit alten Hofstellen passiert, wenn diese nicht mehr bewirtschaftet werden. Klare Vorstellungen gab es, dass die Geh- und Radwege noch mehr ausgebaut werden sollen, dass an der Staatsstraße 2078 ein Kreisverkehr für mehr Sicherheit errichtet werden soll und dass bei aller Planung der Platz für einen zweigleisigen Ausbau der S-Bahnstrecke nicht vergessen werden darf. Als „unschön“ angesehen wurde der Ayinger Rathausvorplatz und das alte Brauereigelände sowie der ehemalige Schrittplatz in Peiß. Die beiden Bräus, Franz Inselkammer senior und junior, nahmen rege an den Gesprächen teil. Schließlich sind sie ja vor allem in Aying nicht unerheblich von Wünschen aus der Bevölkerung betroffen. Eines war für Bürgermeister Eichler klar, wie es weitergehen soll: Wir wollen nichts übers Knie brechen, aber auch nichts bis zum Sanktnimmerleinstag hinauszögern.“Wolfgang Rotzsche

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