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Volles Haus im Bürgerhaus: Babyempfang in Unterschleißheim.

Babyempfang: Neubürger in Windeln sorgen für Lebendigkeit

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Unterschleißheim - 318 Babys sind im zurückliegenden Jahr in Unterschleißheim zur Welt gekommen. Ein Großteil der Neubürger in Windeln war dabei beim Babyempfang der Stadt.

Eingeladen war, wer zwischen dem 1. August 2015 und dem 31. Juli dieses Jahres das Licht der Welt erblickt hatte. Noch nie war das Interesse so groß, an der Veranstaltung, die das Rathaus gleichsam nutzt, um Eltern zu informieren und die Familien zu unterhalten. Auch ein paar Omas und Opas waren gekommen. 

Ein Grund für den guten Besuch dürfte die Geburtenrate sein. Seit Jahren sind in der Stadt nicht mehr so viele Babys geboren worden. Im Vorjahr waren es 265. Heuer ist sogar ein Zwillingspaar dabei. Mit gut 300 Gästen war der Festsaal, einschließlich der Galerie, entsprechend voll belegt. 

Bürgermeister Christoph Böck (SPD) jedenfalls hat’ s gefreut: „So viel Lebendigkeit wie heute, hat der Saal selten gesehen.“ Sonja (32) und Thomas (38) Baumgartner ist Neugier und Vorfreude anzumerken, als sie mit der sieben Monate alten Marie im Arm am frühen Nachmittag für einen Moment vor dem Eingang zum Bürgerhaus einhalten. 

Dass es den Babyempfang in ihrer Stadt gibt, finden die beiden fantastisch Später, als junge Mütter vom Familienzentrum mit ihren Babys im Tragebeutel vor dem Bauch zum Workout auf die Bühne eilen, kommt richtig Stimmung auf. Oben auf der Galerie bemüht sich ein Papa seinem Dreijährigen ein paar Tanzschritte beizubringen. Der Kleine schenkt seine Aufmerksamkeit aber lieber den tanzenden Mamas mit Beuteln vor dem Bauch. Die Caritas-Kinderhäuser und der Kinderpark der Nachbarschaftshilfe haben kleinere Choreographien eingeübt. 

Die Pausen nutzt der Bürgermeister, um Eltern bei Kaffee und Kuchen Wissenswertes zu vermitteln. Wichtig sei ihm, Eltern die Sorge zu nehmen, für den Nachwuchs keinen Platz in Krippe oder Kindergarten finden zu können. Unterschleißheim, sagt der Bürgermeister, verfüge über 1804 Plätze in Kindergärten, Krippen, Hort oder bei Tagesmüttern. „Wir können nicht sofort jeden Wunsch erfüllen.“ Letztlich würde aber jedes Kind versorgt. 

An den Wänden des Festsaals reiht sich ein Kinderwagen an den nächsten. Vor kleinen Tischchen informieren Initiativen und Vereine über ihre Dienste: Nachbarschaftshilfe, Arbeiterwohlfahrt, Hebammen, Tagesmütter, der SV Lohhof, das Freizeitbad AquariUSH, AndErl aus dem Landratsamt und die Leute von „Jugend und Soziales“ aus dem Rathaus. Sonja Gierlinger bietet „DORN“ an, eine chiropraktische Behandlungsmethode, bringt Kindern das Schwimmen bei.

 Derweil sind die jungen Mütter vom Familienzentrum mit ihrer Choreographie auf der Bühne fast durch. „Der letzte Song läuft aus. „My shoes“ heißt es im Refrain. Die Damen schwingen die Füße im Takt und das ist irgendwie merkwürdig. Denn alle sind barfuß.

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