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Kurioser Unfall in Haar: Vier Personen wurden verletzt, als ein Mann mit seinem Geländewagen in eine Bäckerei fuhr.
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Kurioser Unfall in Haar: Vier Personen wurden verletzt, als ein Mann mit seinem Geländewagen in eine Bäckerei fuhr.

Vier Personen verletzt

In Bäckerei: Mann parkt mit Geländewagen vor der Theke

Haar - Fassungslos steht Danny Els in seiner SB-Bäckerei an der Haarer Hans-Stießberger-Straße. Sein Geschäft ist verwüstet. Ein Münchner (66) wollte am Sonntag seine Frau vom Semmelkauf abholen und ist mit seinem Toyota Rav 4 direkt in den Laden gefahren. Drei Verletzte und ein Schaden von mehr als 20 000 Euro sind die Folge.

Es ist kurz nach halb elf. An der Theke von Danny Els stehen viele Menschen, wollen Frisches kaufen für das Sonntagsfrühstück. Auch die Frau des Münchners hat eingekauft. Jetzt wartet sie an der Kasse. Sie weiß, gleich kommt ihr Mann mit dem Auto und holt sie ab. Dann steht der rote SUV plötzlich vor ihr. Er ist frontal durch die zweiflüglige Glastür des Ladens geschossen, direkt in den Verkaufsraum. Die Frau bleibt unverletzt, ihr Mann auch. Zwei Kundinnen und ein Kunde ziehen sich Schnittverletzungen und Prellungen zu. Sie kommen ins Krankenhaus. Während rund 25 Mann der Feuerwehr Haar das Auto aus dem Geschäft schieben und die Unfallstelle sichern, spricht die Polizei mit dem Unfallfahrer. Er gibt an, Gas- und Bremspedal verwechselt zu haben.

Inzwischen sind auch Danny Els und sein Freund Dima Fastovets, der die Bäckerei betreibt, ins Geschäft gekommen. Beide saßen gerade beim Frühstück, in einer Wohnung einige Stockwerke über dem Laden, als eine Mitarbeiterin anrief und schrie: „Bei uns steht ein rotes Auto im Laden.“ Sie sind entsetzt: Semmeln, Kaffeetüten, Servier-Tabletts, Zeitungen, Stühle, Süßigkeiten – alles liegt verstreut auf dem Boden, vieles überdeckt von einer dicken Schicht aus gesplittertem Glas. Die lange Kassentheke ist gut zwei Meter in den Rückraum verschoben. Die Mitarbeiterin, die an der Kasse stand, hat einen Schock erlitten. Zitternd am ganzen Körper wird sie gerade vom Rettungsdienst versorgt. Danny Els kennt den Mann, der den roten Wagen in sein Geschäft gelenkt hat. Ein langjähriger Stammkunde. „Seit ich mein Geschäft vor sieben Jahren eröffnet habe, kommt er jeden Sonntag.“

Trotz des Unglücks ist Els froh, dass nicht mehr passiert ist. Schließlich ist sonntags immer viel los. Doch der große Ansturm war am späten Vormittag bereits vorbei. Auch bei der Feuerwehr Haar ist die Erleichterung deutlich zu spüren: „Das hätte ganz anders ausgehen können“, sagt Kommandant Thomas Schwinghammer.

Und doch: Für Eigentümer Danny Els könnte das Unglück vom Sonntag schlimme Folgen haben. Wieder und wieder geht er durch den zerstörten Verkaufsraum und murmelt vor sich hin: „Das ist ja existenzbedrohend.“

Die Wand zum benachbarten Büro ist beschädigt, die komplette Theke und alle Maschinen sind kaputt. „Das dauert Wochen, bis ich wieder öffnen kann“, sagt er. Wer bezahlt den Ausfall? Welche Schäden könnten noch auftauchen? Els macht sich Sorgen um seine Zukunft: „Ich lebe von diesem Geschäft. Wenn nun meine Stammkunden abwandern, was soll ich dann tun?“ Er wirkt ruhelos. Zwar versichert er Freunden und Bekannten, die übers Handy nach ihm fragen: „Mir geht’s gut.“ Doch kaum hat er aufgelegt, fragt er erneut: „Wie soll das bloß weitergehen?“

bim

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