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Die drei Neuen im Baierbrunner Rathaus: Geschäftsleiterin Nina Schierlinger (l.), Andreas Braun, der neue Bauamtsleiter, und Kämmerin Vanessa Schlesies. Braun ist Architekt, er war lang beim Erzbischöflichen Ordinariat und zuletzt eineinhalb Jahre in Neuried, zuständig dort für den kommunalen Hochbau. Der weil hat Frau Schlesies BWL studiert, ehe sie nach Baierbrunn kam, war sie Finanzvorstand und Controllerin bei einer Mittelstandsfirma.

Neujahrsempfang in Baierbrunn 

Angermaier hofft auf ein Jahr ohne Zwist in den eigenen Reihen

Baierbrunn – „Wieder ein neues Jahr vor mir, sagt der Optimist – und umarmt das Leben“: Beim Neujahrsempfang in Baierbrunn bekam man den Eindruck, dass Bürgermeisterin Barbara Angermaier, BIG, sich jedenfalls zu den Menschen zählt, die positiv denken.

Rund 80 Besucher waren ins Rathaus gekommen, hatten sich mit Sekt oder Orangensaft eingedeckt, standen an Stehtischen, manche saßen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Saxophon-Quartett „Linde Sound“. Und ehe die Versammelten zum gemütlichen Teil übergingen und die „inspirierenden Gespräche“ führten, zu denen sie Angermaier ermuntert hatte, wurden noch drei besonders verdiente Baierbrunner geehrt. Hinten standen Nina Schierlinger, Vanessa Schlesies und Andreas Braun – drei neue Mitarbeiter im Rathaus, die alle diesen Herbst beziehungsweise jetzt erst im Januar angefangen haben.

Kein einfaches Jahr 2016

Das Jahr, das hinter der zweitkleinsten Gemeinde im Landkreis liegt, ist ja so einfach nicht gewesen. Unter anderem, weil die Verwaltung irgendwann ohne ihre drei wichtigsten Mitarbeiter dastand – die gekündigt hatten oder deren Vertrag nicht verlängert worden war. Dabei sei aber, meinte Angermaier, die „größere Herausforderung“ nicht gewesen, die vakanten Stellen nachzubesetzen. Sondern herausfordernd waren die offenbar unschönen „öffentlichen Diskussionen“, die „auf meinem Rücken“ ausgetragen worden seien. Und an Sachlichkeit zu wünschen übrig ließen. Außerdem hätten, so die Bürgermeisterin, Gemeinderäte Interna aus nichtöffentlichen Sitzungen nach außen getragen. „Hetze ist nicht verhandelbar“, meinte sie, dann schaute sie zu den „Neuen“ hinten im Saal, stellte die namentlich vor und sagte: „Ich schätze die Loyalität und das Fachwissen meiner neuen Führungsmannschaft.“

Grundschule ist eines der größten Probleme

Auf die Weltlage ging sie nicht ein, sie blieb bei der traditionellen Rückschau auf 2016, beim Ausblick aufs kommende Jahr in ihrer Gemeinde. Zu deren größtem Problem sich bekanntlich die Erweiterung der Grundschule ausgewachsen hat. So lange wird darüber nun schon diskutiert, dass die Bedarfsanalyse aus dem Jahr 2013 sich inzwischen schon wieder überholt hat. Und jetzt aktualisiert werden muss. Sollte sich dabei herausstellen, dass Baierbrunn eine dreizügige Grundschule braucht, dann, kündigte die Bürgermeisterin schonmal an: „muss neu gebaut werden“. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass sich dann das Bürgerbegehren, soeben angestrengt gegen zwei von drei Varianten am jetzigen Standort, praktisch erübrigen würde. Die Frist, um darüber abzustimmen, wurde auf Wunsch der Gemeinde von den Initiatoren um drei Monate verlängert – auf Ende Juni.

Ansonsten gab’s auch Schönes zu vermelden vom vergangenen Jahr, etwa, dass der Waldorfkindergarten Einstand gefeiert hat, dass ein Einheimischenmodell auf den Weg gebracht wurde, dass vorgesorgt ist, falls wieder Geflüchtete Schutz suchen in Baierbrunn. „Wir haben ein tragfähiges Konzept.“

Ehrungen

Ehrungen für drei besonders verdiente Baierbrunner: Waltraud Jauß bekam die Bürgermedaille, weil sie sich seit Jahren „mit Leidenschaft und Liebe“ bei den Altschützen engagiert, aber auch viel Musik macht im Dorf in verschiedenen Ensembles. Neuerdings besucht sie auch kranke oder traurige Baierbrunner zuhause und spielt ihnen etwas vor, „davor ziehe ich den Hut“, sagte Bürgermeisterin Barbara Angermaier. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Ingrid Schöll, die mit Jauß die „Baierbrunner Vielsaitigen“ bildet und überhaupt deren erste und begabteste Gitarrenschülerin war. Der dritte Geehrte: Franz Ketterl, langjähriger Jugendleiter bei den Trachtlern, außerdem achtmal Tanzmeister bei der Maimusi. „Du machst gern Gaudi, auch Zusammenhalt ist Dir wichtig“, meinte zu ihm die Bürgermeisterin. Daraufhin erzählte er dann kurz, wie er 1975 mit ein paar Spezln den Schäftlarner Maibaum klauen konnte: „Es war einfach eine Sensation.“

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