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Pläne aus der Versenkung geholt: Wirthsfeld soll endlich an die B11 angebunden werden

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Von: Andrea Kästle

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Baierbrunn will sein Sport- und Bürgerzentrum und die Kindertagesstätte, hier im Bild zu sehen, endlich an die B11 anbinden.
Baierbrunn will sein Sport- und Bürgerzentrum und die Kindertagesstätte, hier im Bild zu sehen, endlich an die B11 anbinden. © Andrea Kästle

In der Gemeinde Baierbrunn ist in den vergangenen Jahren so manches Projekt liegen geblieben – so auch die Straße, die von der B11 zum Sportplatz führen soll. Jetzt will die Kommune die Planungen dafür wieder aufnehmen, einen entsprechenden Antrag hatte die SPD im Gemeinderat gestellt.

Baierbrunn - Über das Thema wurde fast eine Stunde diskutiert. Von allen Seiten wurde beklagt, dass einfach nichts weitergegangen ist in der Angelegenheit, die Straße sei längst im Bebauungsplan eingezeichnet und damit sozusagen auf dem Papier grundgelegt. Es könne nicht sein, dass die Verwaltung „noch nie was gehört hätte“ von dem Vorhaben, sagte Anton Ley (SPD).

Genau darum war es eine Weile gegangen, dass im Rathaus das Projekt irgendwie vom Radar verschwunden ist. Bereitschaft, das Vorhaben wieder aufzunehmen, ist jedoch durchaus vorhanden, Bürgermeister Patrick Ott (ÜWG): „Wir sind gern dabei, wieder in die Planung einzusteigen.“ Das wurde dann auch beschlossen, mit zwei Gegenstimmen.

„Ich kann nicht ein Zentrum ausbauen, und an die Straße denk ich nicht“

„Wir wollten mit unserem Antrag das Gremium wachrütteln. Ich kann nicht ein Zentrum ausbauen, und an die Straße denk ich nicht“, sagte Altbürgermeisterin Christine Kammermeier (SPD) in Anspielung an die vielfältigen Pläne, die die Gemeinde für das Areal rund ums Sport- und Bürgerzentrum verfolgt. Man müsse das Ganze jetzt mit „Volldampf“ weiter vorantreiben.

Derweil ist im Moment unklar, wie viel die Erschließung kosten wird und wie genau die Straße ausgeführt werden soll. Schon unter Bürgermeisterin Barbara Angermaier von der nicht mehr vorhandenen Fraktion BIG waren verschiedene Varianten durchdiskutiert worden, ursprünglich war von einem Kreisel ausgegangen worden, über den das Abbiegen Richtung Wirthsfeld geregelt werden könnte. Rund 200 000 Euro waren damals an Kosten, die auf die Gemeinde entfallen, im Gespräch gewesen. Jetzt hat das Bauamt auf die Schnelle die Kosten für das Projekt auf 1,4 Millionen geschätzt.

Anliegerstraßen entlasten

In der Sitzung hatten Christine Zwiefelhofer (fraktionslos) und mit ihr auch Tanja König von den Grünen dafür plädiert, die Erschließung unaufwendig zu planen. König meinte, auch ein Parkplatz, den man von der B 11 erreichen kann, sei schon ausreichend. Man müsse nicht überall und jederzeit mit dem Auto vorfahren können.

Wichtig ist die Anbindung des Wirthsfeldes an die B 11 auch, weil damit die Anliegerstraßen rund um den Bahnhof entlastet werden würden. Allein die neben dem Sport- und Bürgerzentrum gelegene Kindertagesstätte „Denk mit!“ wird zweimal täglich von über hundert Personen angefahren. Die Verkehrssituation, so heißt es im Antrag der SPD, sei vor allem für Kinder „eine große Gefahrenquelle“.  

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