Drastischer Lebensmittel-Rückruf - Behörden lösen sogar via „Katwarn“ Gefahren-Alarm aus

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In die Jahre gekommen ist der Fuhrpark der Feuerwehr Baierbrunn. Doch die Gemeinde hat Geldsorgen.

Das Löschfahrzeug ist 30 Jahre alt

Weiter Ärger um neues Feuerwehrauto

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Seit langer Zeit wünscht sich die Feuerwehr Baierbrunn ein neues Einsatzfahrzeug. Der Gemeinderat schaut aber aufs Geld - und die Kommandanten sind frustriert.

Baierbrunn – Schon seit einiger Zeit ist die Stimmung zwischen dem Baierbrunner Gemeinderat und der Freiwilligen Feuerwehr am Ort nicht die beste. Immer wieder gibt es Diskussionen, wenn es um das Löschfahrzeug HLF 20 geht, das die Floriansjünger sich gern bestellen würden. So auch in der letzten Sitzung vor der Sommerpause.

„Irgendwann hat der Spaß ein Loch“

Vor allem Bernhard Ketterl mochte nicht nachvollziehen, was die Feuerwehr auf ihrer Wunschliste rund um die Neuanschaffung stehen hatte. Beanstandet hatte der CSU-ler, dass die Wehr auch Ausstattung bestellen will, die sie schon haben müsste. „Ich bin enttäuscht“, eröffnete er die Diskussion, „irgendwann hat der Spaß ein Loch“. Auch Hans-Peter Hecker, BiG, vermisste am Vorschlag für die Ausschreibung, den die Kommandanten Johann Stockinger und Reinhard Löhr vorgelegt hatten, eine Kostendeckelung. Mehr als 400.000 Euro will die kleine Gemeinde, die große Geldsorgen hat, nicht ausgeben.

Kommandanten: Gemeinderat diskutiert „fachlich unqualifiziert“

Letztlich wurde das brisante Thema vertagt. Bürgermeister Wolfgang Jirschik, ÜWG, wird wohl versuchen, in nächster Zeit, die Wogen zu glätten. Unterdessen hatten Stockinger und Löhr, die die Diskussion beide verfolgten, vorgeschlagen, die Gemeinderäte könnten ja mal mit ins Gerätehaus kommen und gemeinsam mit den Feuerwehrlern überlegen, was von all den Kübelspritzen, Atemgeräten, Gasmasken, den Motorsägen und Bolzenschneidern noch weiter genutzt werden kann. Und was vielleicht doch ersetzt gehört.

Die beiden Kommandanten verließen die Sitzung verärgert. Der Gemeinderat habe „fachlich unqualifiziert“ über das Thema diskutiert. Die 175-seitige Ausschreibung sei von einem Fachbüro erstellt worden.

Führungsduo kündigt möglichen Rückzug an

„Inwieweit noch ein Konsens gefunden werden kann, steht somit in den Sternen“, diagnostiziert Löhr. Die Freiwilligen in der Gemeinde müssten jetzt weiterhin mit ihrem 30 Jahre alten Fahrzeug zurechtkommen. Löhr deutete an, Stockinger und er stünden unter den Umständen nicht länger als Führungskräfte der Floriansjünger zur Verfügung. Wenn irgendwann mal eine Entscheidung fällt über das neue HLF 20, dann passiere das „nicht mehr unter den beiden noch amtierenden Kommandanten“.

Beschlossen wurde vom Gemeinderat, die vorhandene Drehleiter turnusmäßig instand setzen zu lassen. 

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