Bürgermeister Wolfgang Jirschik bei seiner Vereidigung 2018. Auf ihn wird der erste hauptamtliche Bürgermeister von Baierbrunn folgen.

Und zwei Gemeinderäte mehr

Als letzte Gemeinde im Landkreis: Baierbrunn bekommt hauptamtlichen Bürgermeister

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Der nächste Bürgermeister in der einwohnermäßig zweitkleinsten Gemeinde im Landkreis wird ein hauptamtlicher sein. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung – mit vier Gegenstimmen. Baierbrunn ist derzeit noch die letzte Gemeinde im Kreis München mit einem ehrenamtlichen Rathauschef.

Baierbrunn – Der nächste Bürgermeister in der einwohnermäßig zweitkleinsten Gemeinde im Landkreis wird ein hauptamtlicher sein. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung – mit vier Gegenstimmen. Baierbrunn ist derzeit noch die letzte Gemeinde im Kreis München mit einem ehrenamtlichen Rathauschef.

Doch sie ist, nachdem mehrere Baugebiete ausgewiesen worden waren, in den vergangenen Jahren gewachsen. Vor der Wahl 2014 hatte das statistische Landesamt in der Kommune wirklich exakt 2999 Einwohner gezählt – genau zwei zu wenig, um einen Rathauschef installieren zu können, der hauptberuflich agiert. In der Zwischenzeit aber wurde die Marke locker gesprengt. „Jetzt müssten schon 400 Einwohner wegziehen, dass wir wieder darunter rutschen“, erläuterte an dem Abend Bürgermeister Wolfgang Jirschik, ÜWG.

Das heißt, dass in der Kommune ab der nächsten Legislaturperiode auch 16 Bürgervertreter im Gemeinderat sitzen werden. Und nicht mehr nur 14, wie momentan noch.

Derweil hängt mit der Frage, ob eine Gemeinde nun ein haupt- oder ehrenamtliches Gemeindeoberhaupt beschäftigt, durchaus manches zusammen. Ein ehrenamtlich agierender Bürgermeister, der mit einer monatlichen Entschädigung über zwischen 3800 und 5200 Euro rechnen kann, darf in jedem Alter kandidieren. Muss allerdings vor Ort wohnen oder arbeiten. Während ein verbeamteter Rathauschef zu Beginn seiner Amtszeit jünger sein muss als 67 – und dafür auch von auswärts kommen darf. Sein Gehalt würde sich bei der Größe Baierbrunns auf 6300 Euro brutto im Monat belaufen.

Diskutiert wurde über den Punkt unterdessen nicht lange. Es waren die Gemeinderäte Robert Gerb von den Grünen, Oliver Knab (BIG) und Bernhard Ketterl (CSU), außerdem Bürgermeister Jirschik selbst, die gegen einen hauptamtlichen Ortschef votierten. Jirschik erläuterte auf Nachfrage, es kämen für ein Ehrenamt einfach mehr Kandidaten in Betracht. Er selbst ist älter als 67, kann also damit 2020 nicht mehr antreten. Aber, wie er versicherte, hätte er das auch gar nicht gewollt.

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